Stefanie und Peter Picard über Motivation und durchschlagenden Erfolg

Auf Scherben zum Abitur-Erfolg 

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Auf Scherben zum Erfolg.

Region Rhein-Main – Dinge, die man nicht gerne macht oder scheinbar in weiter Zukunft liegen, werden aufgeschoben. Wie man Heraus- forderungen annimmt und erfolgreich meistert, lehren Stefanie und Peter Picard – unter anderem mit spitzen Scherben. Von Norman Körtge

 Wenn Peter Picard darüber spricht, wie man am besten Herausforderungen im Beruf, in der Schule, im Privatleben oder auch im Sport meistert, dann macht er das anhand eigener Erfahrungen. Denn der in Obertshausen (Kreis Offenbach) lebende 50-Jährige ist nicht nur zertifizierter Persönlichkeits-Coach, sondern auch mehrfacher nationaler und internationaler Taekwondo-Meister. Und er hat vor 21 Jahren einen schier unglaublichen Weltrekord aufgestellt. Mit einem einzigen Handkantenschlag durchschlug er zehn aufgeschichtete Eisblöcke – insgesamt ging eine mehr als zweieinhalb Meter hohe Eiswand zu Bruch.

„Wer die Macht seines Unterbewusstseins gezielt einsetzt, es richtig programmiert, der kann Höchstleistungen erzielen“, sagt Picard. Klingt lapidar, doch zusammen mit seiner Frau Stefanie hat er daraus eine Wissenschaft gemacht und ein Programm entwickelt, um Ängste und Blockaden zu überwinden und zu motivieren. Es heißt Senseido und ist in allen Lebensbereichen anwendbar. Auch für angehende Abiturienten.

„Von Eltern und Schülern wurde uns oft berichtet, mit welchen Nöten, Problemen und Blockaden sie in den Abi-Vorbereitungen und in den Prüfungen zu kämpfen haben“, berichtet Stefanie Picard über die Hintergründe, warum sie den dreiteiligen Abi-Erfolgs-Workshop nun zum zweiten Mal anbieten.

Probleme sind Zeitmanagment und Aufschieberitis

Drei Haupthindernisse für Misserfolge haben Stefanie und Peter Picard bei ihren Gesprächen herauskristallisiert. Gleich zu Beginn fehlt das Bewusstsein für das richtige Zeitmanagement. Ganz nach der Aussage: „Bis zum Abi ist ja noch lange Zeit.“ Dabei hätten die jungen Erwachsenen oft gar keine genaue Vorstellung davon, wie viele Tage tatsächlich noch zum Lernen zur Verfügung stehen. „Sie setzen sich nicht mit einem Kalender hin und ziehen mal alle Wochenenden, Feiertage, Urlaube und andere Events ab“, erzählt Peter Picard.

Ein Phänomen, dass die Picards nicht nur bei Abiturienten feststellen: „Wir schieben Sachen vor uns her, weil alleine der Gedanke an die bevorstehende Aufgabe in uns mehr Frust als Lust erzeugt.“ Das paradoxe bei dieser „Aufschieberitis“ – die wissenschaftliche Bezeichnung ist Prokrastination – ist, dass kaum einer seine unliebsamen Aufgaben wirklich gerne vor sich herschiebt. „Das Verschieben auf Morgen bringt uns nur augenscheinlich Erleichterung, aber keine tatsächliche Entspannung im Hier und Jetzt. Das schlechte Gewissen lässt uns nicht in Ruhe, bis wir doch endlich unseren Hintern hochbekommen. Obwohl die meisten Menschen das wissen, ist trotzdem keiner vor einem Angriff des inneren Schweinehunds gefeit“, erklärt Peter Picard.

Bedürfnisse des Schweinehundes berücksichtigen

Deshalb müssten auch die Bedürfnisse des Schweinehundes berücksichtigt werden. Es müssen mit ihm Verhandlung getreten werden. „Ich lerne jetzt eine halbe Stunde englische Vokabeln. Erst dann gehe ich zu Facebook“, nennt Picard ein Beispiel für Verhandlungsergebnisse mit dem Schweinehund.

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Strategien gegen Prüfungsangst

Motivationsknöpfe jetzt schon drücken

Hinzu kommt bei Abiturienten oft noch die fehlende Selbstmotivation beziehungsweise die nachlassende Motivation im Laufe des Lernprozesses. Im Sport gebe es Trainingspläne mit einzelnen Übungen, Intervallen und Pausen – sagt der Sportler: „In der Abi-Vorbereitung geht es dagegen meist wahllos, ohne Plan und nach Lust und Laune zu“, weiß Picard. Neben der Struktur müsste jeder auch seine persönlichen Motivationsknöpfe kennen lernen. Außerdem ist der Umgang mit Leistungsdruck und Prüfungsängsten ein wichtiger Bestandteil des Abi-Erfolgs-Workshops.

Es geht aber nicht nur theoretisch zu. Das wäre bei Taekwondo-Meister Picard auch undenkbar. Bei ihm springen Schüler in Scherbenhaufen, laufen darüber hinweg und durchschlagen aufeinandergestapelte Holzbretter. Ein Showelement für den kurzen Kick sei dies aber nicht, stellen die Picards klar. „Aus der modernen Lernpsychologie wissen wir, dass Lernen mit allen Sinnen den größten Lernerfolg garantiert. Deshalb ist der Ablauf des Scherbenlaufs und des Bruchtests pädagogisch so aufgebaut, dass die im Workshop gelernten Techniken und Strategie dabei gezielt angewendet und emotional verankert werden“, sagt Peter Picard.

Durch das Meistern dieser Herausforderungen würden die jungen Menschen die Lerninhalte schneller begreifen und sie wirken dauerhaft nach. Die Abiturienten erleben mit Spaß eine massive Stärkung ihres Selbstbewusstseins. „Sie werden mutiger und steigern den Glauben an sich und ihre Fähigkeiten“, so Picard.

EXTRA TIPP verlost zwei Plätze in dem Abi-Erfolgs-Workshop

Der dreiteilige Abi-Erfolgs-Workshop startet am Samstag, 23. November. Die nächsten Termine sind 18. Januar und 15. Februar. Alle Infos dazu auf www.picard-coaching.de. Der EXTRA TIPP verlost zwei Plätze für den Workshop. Bis Donnerstag, 14. November, zwölf Uhr das unten stehende Formular ausfüllen und abschicken.

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