Einfach selbst gemacht

Tipps: Das Fahrrad sicher für den Frühling machen

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Bertram Giebeler vom ADFC in Frankfurt weiß, auf was es beim Fahrrad-Frühjahrscheck ankommt.

Region Rhein-Main – Kaum scheint die Sonne, wird das Fahrrad aus dem Winterschlaf geweckt. Der EXTRA TIPP erklärt, auf was zu achten ist. Aber keine Angst: Für diese Arbeit brauchen Sie ganz sicher kein Schrauberdiplom. Von Bettina Link 

 Doch nur schnell den Staub vom Sattel zu wischen, reicht oft nicht, um sicher durch die Frühlingsluft zu radeln. Stand das Fahrrad längere Zeit ungenutzt herum – die Kette trocken, die Reifen platt – empfiehlt sich ein gründlicher Check. Und wenn nötig auch einige Reparaturen.

Bertram Giebeler vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Frankfurt ist in Sachen Fahrrad Fachmann und weiß, worauf es nach der Winterpause zu achten gilt. Und wie man ruckzuck aus dem eingerosteten Drahtesel wieder einen feurigen Hengst macht – vom Lenker bis zu den Reifen.

Einfach die einzelnen Schritte befolgen und sich danach den Frühlings-Fahrtwind sicherer um die Nase wehen lassen.

Der EXTRA TIPP wünscht allen Radlern den alten Radfahrergruß: „All Heil und gute Fahrt!“

Kette

Ohne eine rund laufende Kette wird nichts aus dem Fahrradausflug. Deswegen rät Giebeler, diese immer zu prüfen. „Stoppt die Kette wenn man an der Kurbel dreht, merkt man sofort, dass sie nicht in Ordnung ist“, sagt der Radexperte. Ein bisschen Öl sorgt dafür, dass sie wieder geschmeidig läuft. Stehe das Rad ein halbes Jahr ungenutzt im Keller, sei es sehr wahrscheinlich, dass die Kette Pflege brauche.

Reifen

Wer sein Rad länger nicht genutzt hat, wird das erste Problem sofort bemerken: Die Reifen sind platt. Mit ein bisschen Muskelkraft und einer Pumpe, ist das schnell behoben. Doch Giebeler empfiehlt auch, sich das Profil der Reifen anzusehen: „Der Belag reibt sich ab. Ist er zu dünn, bekommt man schnell einen Platten.“ Dabei sei zu beachten, dass sich der Hinterreifen wegen mehr Belastung schneller abnutze.

Beleuchtung

Licht am Rad ist immer Pflicht – und zwar vorne und hinten. Auch Reflektoren sollten angebracht sein. Seit vergangenem Jahr gibt es laut Giebeler eine Änderung: „Auch Alltagsräder dürfen jetzt eine batteriebetriebene Lampe haben“. Vorher war ein Narbendynamo Pflicht. Zu dem rät Giebeler auch weiterhin, denn „die Batterie fällt nicht aus und ein Narbendynamo kann nicht so leicht geklaut werden.“

Bremsen

Ungebremst durch die Stadt zu düsen, könnte gefährlich werden. Deswegen sollten die Bremsen vor der Frühlingsausfahrt kontrolliert werden – besonders nach einer langen Rad-Pause. Da die Bremsblöcke Verschleißteile sind, sollte man im Blick haben, wann sie ausgetauscht werden müssen. Der Austausch ist für Tüftler einfach selbst zu machen. Wer nicht gerne schraubt, kann sich an seinen Radhändler wenden.

Tretlager

Läuft es beim Treten nicht mehr rund, ist möglicherweise das Tretlager kaputt. „Das fühlt sich an, als sei Sand im Getriebe“, sagt Giebeler. Bevor man dann anfängt das Rad in seine Einzelteile zu zerlegen, sollte man lieber einen Fahrradhändler aufsuchen und den Schaden beheben lassen – es sei denn man ist ein echter Schrauber. Dann kann man auch selbst Hand anlegen.

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