Wenn die Nager ums Frühstück rumflitzen...

Seit seinem achten Lebensjahr hält sich Franz Gotta Eichhörnchen. Als Kind hat er Jungtiere gefangen, sie mit der Flasche großgezogen und so gezähmt. Heute bekommt er sie vom Züchter. Sogar von zweien.

"Einer aus Frankfurt, einer aus Steinheim." Die drei nervösen Nager stammen aus Steinheim und sind Geschwister. Hans, Fipsi und Susi teilen sich das Gehege mit Kletterbaum, Baumhöhle und Schlafkästen. Eigentlich hat jedes Tier sein eigenes Bett, doch "die schlafen immer zusammen in einem". Es handelt sich bei den Nagern übrigens um eine reine Männer-WG. Der name Susi war ein Unfall. Gotta: "Der Züchter sagte mir, dass eins ein Weibchen ist." Die Truppe wird wohl vorerst unbeweibt bleiben müssen. "Wenn ich da ein Weibchen rein setze, gibtâ??s Zoff."

Inzwischen haben sich die Nager etwas beruhigt und unternehmen erste zaghafte Versuche, das Frühstückbüfett in der Schale zu plündern. Darauf kredenzt Gotta täglich Möhren, Müsli mit Sonnenblumenkernen, Hasel- und Walnüsse und etwas Baby-Milchpulver. "Das ist gut fürs Fell." Da die Jungs noch klein sind â?? er hat sie erst vergangenes Jahr bekommen â?? knackt Gotta die Nüsse vorher.

Im Gehege nebenan hängt Max an der Decke. Max ist mit seinen zehn Jahren ein Eichhörnchensenior und stammt vom Frankfurter Züchter. "In freier Wildbahn werden sie vielleicht fünf oder sechs Jahre alt", erklärt Gotta. Vor allem natürliche Feinde wie Füchse und Raubvögel wirken regelmäßig lebensverkürzend. "Mal sehen, wie lange er noch macht." Kaum knipst der Pressemann drauflos, wirdâ??s Max zuviel. Er sucht das Weite und verkrümelt sich in seinen SchlafkastenDie Männer-WG hat sich inzwischen beruhigt, einer â?? vielleicht Susi â?? liegt vom vielen Rumrennen und Purzelbaumschlagen platt auf dem Boden und rührt sich nicht. Ein Weiterer nagt ein Stück Möhre. Noch ein Foto â?? blitz! â?? und sie flitzen wieder kreuz und quer.

Kommentare