Wenn Bernhardiner, Boxer und Beagles um die Wette rennen

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Das gibt‘s nur beim Jederhundrennen: Golden-Retriever-Mix (links), Podenco-Mischling (Mitte) und Dalmatiner laufen um die besten Rennzeiten.

Offenbach – Hunderennen sind normalerweise etwas für grazile Windhunde. Nicht so beim Jederhundrennen am Sonntag, 8. Mai. Da haben auch Pudel, Dackel und Schäferhunde eine Siegchance. Von Andreas Einbock

Die Idee zum Rennen von allen Hunderassen kam eher zufällig und aus der Not heraus. „An unserem Vereinsgelände kamen immer viele Spaziergänger mit ihren Hunden vorbei und schauten neugierig unseren Rassehunden zu“, sagt Hugo Oberegge vom Frankfurter Club für Windhundrennen, deren Vereinsgelände neben dem Offenbacher Campingplatz an der Gerhard-Becker-Straße liegt. Da der Verein Werbung für sich machen und die Nachbarn mit Hunden gern einladen wollte, sei die Idee vor acht Jahren geboren. Oberegge: „So sind aus Nachbarn inzwischen Freunde geworden.“

Und die kommen inzwischen reichlich an die insgesamt 400 Meter lange Rennstrecke. „Bei gutem Wetter erwarten wir etwa 100 Hunde“, so der Vereinssprecher. Und die starten in unterschiedlichen Kategorien gestaffelt nach der Schulterhöhe. Aber nicht alle auf einmal, denn das gäbe ein Chaos für die ungeübten Hunde. „Alle Hunde starten einzeln und haben zwei Läufe für ihre Bestzeit“, so Oberegge. Die Renndistanz beträgt aber nur 100 Meter.

Motor statt dem falschen Hasen hinterher jagen

Holger Raab.

Die wird auch der Hund von Holger Raab absolvieren. Der Hofheimer ist bereits zum fünften Mal mit seinem siebenjährigen Podenco-Mischling am Start. „Bisher war Catcher immer unter den besten zehn. Einmal war er sogar Dritter“, sagt Raab und ergänzt: „Seine Bestzeit liegt bei 8,69 Sekunden.“ Das sei aber kein Wunder. Schließlich stecken in dem Vierbeiner auch Gene eines Windhundes. Dessen Jagdtrieb folge aber mehr dem Motor, der den falschen Hasen zieht. „Wenn der Hase im Ziel abfällt, stürzen sich alle darauf. Nur meiner nicht. Der rennt dem Motor hinterher.“

Das solch lustige Situationen vorkommen, freut Vereinschef Oberegge gleich doppelt: „Die Hunde haben ihren Spaß und die Herrchen und Frauchen freut‘s. Genau das soll auch im Vordergrund der Veranstaltung stehen.“ Hunde, die am Rennen teilnehmen, müssen mindestens 15 Monate und dürfen höchstens acht Jahre alt sein. Die Startgebühr beträgt sechs Euro.

Rahmenprogramm rundet Renntag ab

Der Renntag besteht aber nicht nur aus den Läufen. „Für die Pausen haben wir ein ,Herrchen gesucht` und Schauläufe unserer Windhunde eingeplant. Zudem werden sich Tierschutzorganisationen vorstellen“, sagt Oberegge und fügt hinzu: „Auch wer keinen Hund hat, bekommt Einiges geboten.“ Die ersten Läufe starten um zehn Uhr.

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