Wenn Bello Böller-Panik hat: Silvester ist für Hunde wie Krieg

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Ohrenschützer sind zwar gut gemeint, helfen aber nicht in der Silvesternacht. Die Vierbeiner hören die Böller trotzdem und bekommen Panik.

Region Rhein-Main – Während die Feierwütigen die Silvesternacht durchzechen, erleben die Haustiere der Region ein Martyrium. Die Tierärztin Maja Firlé warnt: „Für Hunde ist Silvester wie für uns Krieg!“ Von Christian Reinartz

Maja Firlé

Sam zittert am ganzen Körper. Der Terrier-Mischling hat sich in die hinterste Ecke des Kellers verkrochen. Zwischen Bücherregal und Bügelbrett winselt er kläglich. Sam hat Angst vor Knallern, Todesangst. Wenn die ersten Böller am frühen Silvesterabend von Halbstarken gezündet werden, beginnt für Sam und seine Artgenossen eine grausame Nacht. „Für Hunde ist das wie für uns Krieg“, sagt die Frankfurter Tierärztin Maja Firlé. In ihre Praxis kommen schon seit Mitte Dezember Hundebesitzer und wollen wissen, wie sie ihre Tiere vor den Schrecken der Silvesternacht schützen können. „Wenn man schon Wochen vorher mit der Behandlung beginnt, kann man gut mit homöopathischen Mitteln helfen“, erklärt die Tierärztin. Für alle, die ihren Bello nicht rechtzeitig behandelt haben, wird es schwierig. Ihrer Erfahrung nach bekämen nämlich die meisten Hunde Panik. Jedoch nicht in gleichem Maße. „In besonders schlimmen Fällen bleiben wirklich nur noch Beruhigungsmittel“, sagt Firlé.

 Tipps für ein ruhiges Hunde-Silvester

1. Dem Hund einen Rückzugsort lassen. Am besten den ruhigsten Ort im Haus aussuchen.

2. In der Nähe des Hundes bleiben. So fühlen sich die Tiere sicherer.

3. Sich möglichst normal verhalten, und auf keinen Fall den Hund trösten. Das bestärkt    ihn nur in seiner Angst.

4. Mit dem Hund spielen.

5. Leckerlis geben, die beim Zerkauen knacken und so vom Lärm ablenken.

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