Tödliche Falle: Wildtiere ersticken am Plastik-Müll

"Wildtiere bleiben oft in weggeworfenen Joghurtbechern oder Konservendosen stecken. Alleine können sie sich nicht mehr befreien", erklärt der Pressesprecher des Deutsche Jagdschutz-Verbandes, Stephan Bröhl."Das ist grausam", sagt Hans Schwarting wütend.

Er ist der Offenbacher Kreisvorsitzender des Naturschutzbundes: "Wir finden in der Umgebung immer mal wieder Tiere, die durch diesen vielen Müll verendet sind." Egal wo er in der Region unterwegs sei, "Abfall, wird überall einfach in die Landschaft gekippt."Allein in Offenbach gab es im ersten Halbjahr 2008 über 500 illegale Müllablagerungen. 50 davon in Waldgebieten mit Wildbestand, rechnet Frank Weber, Abteilungsleiter im städtischen Ordnungsamt vor. Dazu gehören neben Gartenabfällen auch gefährlicher Elektroschrott, Bauschutt, Tapetenreste, Autoreifen und jede Menge Hausmüll. Aber auch die Überbleibsel von Grillfesten oder Picknicks in der Natur oder in Parks werden für Wildtiere zur tödlichen Falle.Selbst eine simple Gummidichtung oder ein haushaltsübliches Gummiband kann sich um die Zunge der Tiere legen und dort schmerzhaft einwachsen, erklärt Bröhl. Schnittwunden von scharfkantigen Büchsen oder Glasscherben entzündeten sich häufig. "Dann gehen die Tiere elendig zu Grunde." Besonders tückisch: Vögel benutzen Plastikreste und Folien zum Nestbau. Wenn es regnet kann das Wasser dann nicht mehr ablaufen und der Nachwuchs ertrinkt jämmerlich im eigenen Nest.Daran, dass Polizei oder Ordnungsamt die Übeltäter schnappt, glaubt Hans Schwarting schon lange nicht mehr. Zu oft schon hätten er und seine Mitstreiter die Adresse eines Müllsünders im Abfall gefunden und angezeigt. "Passiert ist r nie etwas", gibt sich der Umweltschützer resigniert.Die Polizisten im Offenbacher Umwelt-Kommissariat versichern allerdings: "Wenn ein Müllsünder zweifelsfrei ermittelt wird, drohen harte Strafen." Kommissar Richard Schade: "Da können schnell mehrere tausend Euro zusammen kommen. Vor allem, wenn der Müll giftig ist oder eine Gefahr für die Umwelt darstellt." Leider käme es dennoch häufig vor, dass undichte Altöl-Kanister, Lacke oder Chemikalien im Wald entsorgt werden.Füchse, Rehe und Vögel beschnuppern die stark riechenden Flüssigkeiten, ist sich Schwarting sicher. Wieviele Tiere bis zur endgültigen Entsorgung an dem Giftmüll geleckt haben und verendet sind, kann nur vermutet werden.Um die Gefahr für die Tiere gering und die Umwelt sauber zu halten, bittet Frank Weber um die Mithilfe der Offenbacher Bevölkerung. Unter S (069) 80652594 können illegale Müllhalden gemeldet werden.In den anderen Kommunen der Region ist ebenfalls das jeweilige Ordnungsamt der Kommune zustän

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