Tierischer Blick unter die Haut

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Das gewaltigste Tier, das jemals präpariert wurde: Der Elefant im Senckenbergmuseum.

Frankfurt – Ein Rentierfötus, der noch halb in der Gebärmutter steckt, ist ab sofort im Frankfurter Senckenbergmuseum zu sehen. Die Ausstellung „Körperwelten der Tiere“ lässt Besucher unter die Haut der Tiere blicken. Möglich gemacht hat dies Plastinator Gunther von Hagens. Von Angelika Pöppel

351 Knochen, ein Rüssel aus 40.000 Muskeln zu einem Bündel verflochten und ein fünf Kilogramm schweres Gehirn – das ist zu sehen, wenn einem Elefanten die Haut abgezogen wird. Und so steht er seit Samstag im Senckenbergmuseum, Senckenberganlage 25. Gunther von Hagens hat über zwei Jahre an dem Elefanten Samba, der an Herzversagen starb, gearbeitet. Jetzt stecken in ihm rund vier Tonnen Silikon.

Ein Ziegenbock.

Denn bei der Plastination, die Hagens erfunden hat, wird Gewebewasser durch Silikon ersetzt und das Tier dadurch geruchslos konserviert.

„Die Tiere bleiben für die Ewigkeit“, sagt Gunther von Hagens. Anfang 2010 sorgte der Mediziner und Plastinator bereits in Offenbach mit seiner Menschen-Ausstellung für Aufsehen. Neben dem Elefanten, dem gewaltigsten Tier, das jemals konserviert wurde, sind auch eine Giraffe, ein Bär, ein Strauss, ein Gorilla und kleinere Tiere, wie ein Ziegenbock noch bis zum 15. März 2012 ausgestellt.

„Körperwelten der Tiere“ soll Kindern und Erwachsenen zeigen, wie das Verdauungs- und Nervensystem von Säugetieren funktioniert, so Sencken-berg-Museumsleiter Bernd Herkner.

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