Affen suchen einen Freund

Tiere im Zoo suchen einen Paten

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Ein Bonobo aus dem Frankfurter Zoo sucht noch einen Paten.

Region Rhein-Main - Im Zoo sollen alle Tiere artgerecht leben. Um dies zu ermöglichen, kann jeder dies mit einer Patenschaft unterstützen. Von Silke Gottaut

Sie tapsen über die grüne Anlage, klettern auf Bäume und freuen sich zusammen mit ihrer Mama im Frankfurter Zoo toben zu können. Die beiden kleinen Brillenbären Sonco und Tupa sind Zwillinge und wurden von Mama Cashu an Weihnachten vergangenen Jahres geboren. Während die Brillenbären aktiv in der Sonne herum turnen, liegt Sayang gemütlich in seiner roten Hängematte und relaxt. Der kleine Orang-Utan ist ein Jahr älter als die Zwillings-Bären, hat aber mit ihnen etwas gemeinsam: Sie haben noch keinen Paten.

Ein artgerechtes Zuhause für jedes Tier

„Unsere Tierpaten sind sehr wichtig für den Zoo“, sagt Sabine Binger vom Frankfurter Zoo. „Jedes Tier bei uns hat die unterschiedlichsten Bedürfnisse, auf die wir eingehen müssen. Wir wollen allen ein möglichst artgerechtes und naturnahes Zuhause bieten. Aber das kostet jede Menge Geld.“ Von dem Geld der Tierpatenschaften werden zum Beispiel die Gehege erneuert, Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen und Futter gekauft. „Das Geld kommt nur den Tieren zu Gute“, betont Binger, die die Patenschaften betreut. So wurde die neue Erdmännchenanlage realisiert und die Giraffenanlage vergrößert.

Patenschaft kann jeder übernehmen

Eine Patenschaft kann jeder übernehmen. Sie beginnt bei 25 Euro für einen Messerfisch und geht bis zu 3850 Euro für einen Gorilla pro Jahr. „Sie unterstützt nicht nur den Zoo, sondern ist auch eine emotionale Bindung für den Paten.“ Nicht jeder hat schließlich eine Giraffe, Affen oder Elefanten als Patenkind. Doch nicht jedes Tier ist so beliebt und bleibt deswegen patenlos. So zum Beispiel die Geiselspinne, die Riesenheuschrecke, der Mandarinfisch und der Jungfernkranich. Süß, aber auch noch patenlos ist der Bonobo, ein Zwergschimpanse oder ein Gorilla. Die beliebtesten Tiere im Frankfurter Zoo sind die Erdmännchen, gefolgt von den Zwergziegen und den Kurzohr-Rüsselspringern.

Jedes Tier braucht einen Paten

Im Kronberger Opel-Zoo ist es ähnlich. Erdmännchen, Nasenbären, Waschbären, Mufflons, Zwergziegen und Ponys sind dort an der Spitze. „Alle Tiere mit Fell sind beliebt“, sagt Margarete Herrmann, Pressesprecherin des Opel-Zoos. „Ausgenommen die Turteltauben. Diese Patenschaft wird gerne zu Hochzeiten verschenkt.“ Pro Tierart kostet im Opel-Zoo ein Patentier zwischen 25 (Spießente) und 2500 Euro (Elefant) im Jahr. Hier hat, anders als im Frankfurter Zoo, jedes Tier nur einen Paten. „Für Giraffennachwuchs haben wir schon eine Warteliste“, freut sich Herrmann. Am Herzen liegen ihr zwei Tierarten, die keinen Paten haben. „Die Waldrappen sind vom Aussterben bedroht und haben gerade Junge bekommen. Und die Mesopotamischen Damhirsche sind wunderschöne Tiere, von denen es weltweit nur noch zirka 200 gibt.“ Wer Interesse an einer Tierpatenschaft hat, kann sich unter www.opel-zoo.de oder unter www.zoo-frankfurt.de informieren. Oder direkt im Frankfurter Zoo an Sabine Binger unter (069) 21243080 wenden.

Bilder von den Tieren aus dem Opel-Zoo und dem Frankfurter Zoo

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