Sie sind schnell wie der Wind

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Sabine Schlenkrich mit ihren Windhunden Bishara Mahanajim (von links), Djebel Mahanajim und Chana Mahanajim.

Bad Homburg – Zum 54. Mal treten die besten Windhunde Deutschlands an diesem Wochenende beim Internationalen Windhundrennen in Bad Homburg an. Seit mehr als 20 Jahren ist auch Sabine Schlenkrich mit von der Partie. Mit ihren Hunden ist sie seit Jahren bei Wettkämpfen erfolgreich. Von Julia Renner

Chana Mahanajim heißt die Hündin mit dem hellen Fell, die jetzt sieben Jahre alt ist und den Großteil ihrer Karriere schon hinter sich hat. „Sie hat fast alles gewonnen, was man gewinnen kann“, sagt Besitzerin Schlenkrich. Ob in Rennen oder bei Ausstellungen, in Deutschland oder in anderen Ländern.

Chana Mahanajim ist aber nicht der einzige erfolgreiche Windhund aus der eigenen Zucht der Bad Homburgerin: Bishara Mahanajim war schon Europa-Champion im Coursing, einer Hasenjagd mit Hindernissen. Doch Bishara genießt jetzt die wohlverdiente Rente, während die anderen beiden noch bei Wettkämpfen in ganz Deutschland antreten, beispielsweise bei der Coursing-DM in Berlin in rund zwei Wochen.

Dafür wird auch fleißig trainiert. Beim normalen Spazierengehen, beim Toben im Garten, beim Laufen über unebene Felder oder beim Rennen neben Frauchens Fahrrad. „Die Kunst ist, das richtige Maß zu finden zwischen zu viel und zu wenig Training“, sagt Schlenkrich, die auch auf die Ernährung ihrer Windhunde achtet.

480 Meter in 33 Sekunden

Auf der Rennbahn legen die Hunde dann eine Runde zurück, insgesamt 480 Meter. Etwa 33 Sekunden brauchen die Windhunde dafür. Um die Motivation zu steigern, wird ein Hasenfell oder eine Hasenattrappe vor den Tieren her gezogen. Dem jagen sie nach und das mit jeder Menge Spaß, ist sich die Züchterin sicher. Sie selbst freut sich über jedes Rennen, bei dem sie ihre Hunde laufen sieht. „Es ist faszinierend, wenn ein Tier mit Spaß etwas tut.“ Schon seit ihrer Kindheit geht sie jedes Jahr zum Windhundrennen im Jubiläumspark, um den Tieren beim Laufen zuzusehen.

1986 kaufte sie schließlich ihren ersten eigenen Windhund, und schnell wurden es mehr. Derzeit hat sie drei Sloughis, also arabische Windhunde. Deren „Nachname“ ist übrigens gleich: Mahanajim, der Name der Zucht von Sabine Schlenkrich.

Die Mutter zweier Kinder freut sich auf das Rennen an diesem Wochenende. „Auch nach mehr als 20 Jahren bin ich noch aufgeregt. Sonst würde ich es nicht mehr machen“, sagt sie. Außerdem sei der Wettkampf in Bad Homburg einer der schönsten in Deutschland. „Die Atmosphäre dort ist einfach toll“, schwärmt Schlenkrich.

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