Rottweiler, bitte melde Dich!

Offenbach - Der Rottweiler ist seit Beginn dieses Jahres auf der Rasseliste. Das heißt: Alle Halter von Rottweilern benötigen eine Erlaunbnis.

Zwar gilt noch eine Übergangsregelung, aber die Rottweiler-Fans schäumen vor Wut.br /     Der Rottweiler-Club in Dietzenbach will dazu nichts sagen, und der Allgemeine Deutsche Rottweiler Klub (ADRK) mit Sitz in Minden teilt mit, dass er gegen die Verordnung klagen will. Hintergrund sei, dass die statische Anknüpfung an die Welpenzahl ungeeignet ist, da nur ein geringer Teil der Rottweilerwelpen statistisch erfasst sind, während nahezu alle Deutschen Schäferhunde erfasst werden. Dies führe dazu, dass angesichts ohnehin nur sehr weniger Beißvorfälle die hierzu in Relation gesetzte geringe geringe Zahl an Rottweilern zu einer völligen Verzerrung der Quote auffälliger Tiere geführt hat. ADRK-Geschäftsführer Manfred Herrmann: "Der ADRK ist enttäuscht über das populistische Verhalten des Innenministeriums, das sich trotz vergleichbarer Gefährdungssituation nach wie vor darin gefällt, unter dem Deckmantel der Gefahrenabwehr nur gegen die Halter vergleichsweise seltener Hunderassen vorzugehen, während etwa Schäferhunde, die sämtliche Beißstatistiken bundesweit mit Abstand anführen, offenbar wegen des dahinterstehenden Wählerpotentials unbehelligt bleiben."br /Peter Bratz vom Offenbacher Ordnungsamt muss die neue Verordnung umsetzen. "Das Entscheidende der neuen Verordnung ist, dass der Mastiff und der Mastino Napolitano nicht mehr auf der Rasseliste stehen. Dafür steht der Rottweiler ab 1. Januar auf der Liste. Das bedeutet, dass alle Halter eines Rottweilers eine Erlaubnis benötigen. Diese Bescheinigung bekommen die Rottweiler-Besitzer bei den Ordnungsämtern ihrer jeweiligen Heimatkommunen", erklärt er. Zunächst gilt noch eine Übergangsregelung. Wer vor dem 1. Januar einen Rottweiler gehalten hat, kann beim Ordnungsamt eine Erlaubnis beantragen und muss nicht die vom Gesetzgeber geforderten Bedingungen erfüllen. Bratz: "Er muss nur nachweisen, dass er sein Tier ordentlich gehalten und Steuern bezahlt hat. Ein solcher Antrag kann noch bis zum 30. Juni gestellt werden. Aber nochmal: Das gilt nur für Rottweiler-Besitzer, die vor dem 1. Januar schon ein solches Tier gehalten haben."br /Alle anderen benötigen eine Erlaubnis. So muss der Rottweiler einen Wesenstest bestehen und der Halter den Sachkunde-Nachweis erbringen. Beide Prüfungen werden von Sachverständigen abgenommen. Darüber hinaus ist der Hund mit einem Chip zu versehen, eine Haftpflichtversicherung ist abzuschließen und die Hundesteuer zu entrichten. Führen weitere Personen den Hund aus, benötigen diese ebenfalls eine Erlaubnis. Die Einhaltung der Verordnung soll gezielt kontrolliert werden.

Kommentare