Pony Teddy wiegt jetzt wieder doppelt so viel

Der siebenjährige braune Wallach tollt munter auf der Koppel des Reitstalls Eichenhof herum, spielt Nachlauf mit einigen größeren Pferden, genießt die warme Sonne auf seinem dichten Fell.

Dass Teddy noch vor einem halben Jahr mit dem Tod kämpfte, erscheint unglaublich.Doch es ist wahr: Als Polizei und Rettungskräfte die Tier-Hölle in Sprendlingen hochnehmen (der EXTRA TIPP berichtete), liegt ein anderes Pferd schon tot und aufgedunsen neben dem abgemagerten Teddy. Er steht knietief in Exkrementen. Seine komplette Haut ist überseht mit lederartigen Verhärtungen, das Fell teilweise ausgefallen. "Seine Überlebenschancen damals waren gering", ist sich die Dietzenbacher Tierärztin Alexandra Steinbrück sicher. Es sei ein Wunder, dass es ihm heute so gut gehe."Als ich ihn gesehen habe, standen mir die Tränen in den Augen", erinnert sich auch Eichenhof-Chefin Kerstin Maas und hält ihm einen saftigen Apfel vor die Nüstern. Die 30-Jährige, die auch Reit-Therapien anbietet, nahm Teddy auf, päppelte ihn wieder hoch. "Am Anfang hatte er nur Durchfall und konnte gar nichts richtiges fressen", sagt sie: "Nur Heu und Mineralien, um seinen Magen wieder an Nahrung zu gewöhnen." Teddy schnappt sich derweil den Apfel aus Maas´ Hand, kaut genüsslich das süße Obst.Auch seelisch hat das Pony unter der Hunger-Folter gelitten. "Am Anfang war er scheu und hat angefangen zu zittern, wenn er Futter nur gesehen hat", erinnert sich Maas: "Das war furchtbar." Sobald Hunde in seine Nähe kamen verfiel Teddy zudem in Panik. "Ich vermute, dass die Hunde, die dort auch eingesperrt waren, versucht haben, das Pferd anzufressen", sagt Kerstin Maas.Mittlerweile weiß Teddy, dass er es auf dem Eichenhof gut hat, nicht mehr hungern muss. Und auch an die Hunde hat er sich wieder gewöhnt. "Der hat uns hier alle unter Kontrolle", scherzt eine Reiter-Kollegin von Maas und tätschelt seine dicke Mähne: "Erstmal frisst Teddy. Dann lässt er die anderen ran."Wenn Kerstin Maas den Hengst jetzt sieht, ist sie glücklich, dass sie den beschwerlichen Weg auf sich genommen hat. "Ich musste ja viel mit ihm spazieren gehen, um seine Muskeln aufzubauen." Zudem hat Teddys Genesung bisher über 1000 Euro gekostet, inklusive elektronischem Chip, der es möglich macht, den Wallach immer und überall zu identifizieren. "Aber das Geld hat für mich keine Rolle gespielt, sondern das Tier", begründet Maas ihr Engagement. Teddy scheint das honorieren zu wollen. Er liebt es, mit Kindern zu spielen und lässt sie gerne auf sich reiten. Deswegen will Kerstin Maas jetzt Kinder-Reitstunden auf dem Pony anbieten. "Das tut Teddy gut", ist sie sich sicher: "Er soll ja auch nicht zu dick werden."Der EXTRA TIPP verlost zehn mal eine halbe Reitstunde auf Teddy. Einzige Voraussetzung: Der Reiter darf nicht mehr als 40 Kilogramm wiegen. Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort "Teddy" bis Montag, 4. Mai, zwölf Uhr angewinn@rheinmain-extratipp.de schicken. Infos zum Stall gibt´s im Internet unterwww.reitstall-eichenhof.info.br /br /br /br /br /br /br /br /

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