Nachtisch für Elefanten

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Aruba lässt sich einen Tannenbaum schmecken. Auch Zimba hat Hunger und ist auf dem Weg zu der Delikatesse. 

Kronberg – In den meisten Haushalten sind die bunt geschmückten Weihnachtsbäume aus dem Wohnzimmer verschwunden. Im Opel-Zoo in Kronberg sind sie dagegen noch in den nächsten Tagen eine begehrte Delikatesse für die Elefanten. Von Silke Gottaut

Es knackt laut und der Duft der Tanne steigt den Besuchern sofort in die Nase: Aruba beißt genüsslich in den Tannenbaum und schmatzt vor sich hin. Auch die beiden anderen Elefantendamen, Zimba und Wankie, knabbern an den grünen Nadeln herum.

Ein Baum pro Tag

„Für Elefanten ist so ein Baum ein kleiner Snack zwischendurch“, sagt Zooinspektor Jörg Beckmann. „Sie fressen am Tag insgesamt rund 100 Kilo Heu, Stroh, Brötchen und Karotten und trinken 100 Liter Wasser.“ Schließlich wiegen Zimba und Wankie auch zirka 3,5 Tonnen. Aruba sogar ungefähr vier Tonnen.

Die Baby-Ziege lässt sich die grünen Nadeln schmecken.

Jeder Elefant bekommt einen Baum pro Tag. Für sie ist das eine Delikatesse, denn das süße Harz schmeckt ihnen besonders gut. Zuerst bekommen sie jedoch vormittags jede Menge getrocknete Brötchen zum Fressen. Und als Nachtisch gibt es in der Weihnachtszeit und in den Wochen danach einen frischen Tannenbaum. Meistens fressen sie diesen komplett auf. „Doch wenn sie schon satt sind, dann lassen sie gerne einmal den dicken Stamm liegen. Der ist ihnen dann zu anstrengend zu fressen“, erklärt Tierpfleger Oliver Reinhardt.

Lametta ist gefährlich

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230 Tannenbäume hat der Opel-Zoo an Weihnachten von Händlern aus dem Taunus bekommen, weil sie nicht mehr verkauftwurden. Bäume von Privat-Personen kann der Zoo nicht nehmen: „Die Gefahr, dass noch Lamettareste oder vergessene Kugeln sich im Baum verstecken, ist zu groß. Sie würden den Elefanten schwer im Magen liegen.“

Auch die Ziegen, Kamele und Hirsche bekommen von den 230 Bäumen ein paar ab. Denn sie fressen auch mal ganz gerne ein paar frische, grüne Äste.

Doch die Tannenbäume sind für die Elefanten nicht nur eine Delikatesse, sondern dienen ihnen auch als Spielzeug. „Wenn sie satt sind oder ihnen langweilig ist, dann spielen sie gerne damit und werfen die Bäume in die Luft“, erzählt Beckmann.

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