Süßer Malteser nach EXTRA TIPP-Artikel wieder da

Mali aus den Händen einer Prostituierten befreit

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Endlich wieder vereint: Frauchen Esther Erterek knuddelt ihren Mali, der vor einer Woche entführt wurde.

Frankfurt  - Esther Erterek  ist überglücklich, stammelt vor Freude und verschluckt die Worte. Ihr kleiner Malteser-Rüde Mali  ist wieder da. Sie hat ihn einer Prostituierten in der Taunusstraße weggenommen. Von Axel Grysczyk 

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Gemein: Osteuropäer entführen süßen Mali

Esther Erterek war untröstlich. Am 7. März haben zwei Osteuropäer ihren Mali entführt. Der kleine, dreijährige Rüde war an das Fahrrad ihrer Mutter gebunden, während diese im Lidl in der Friedberger Landstraße einkaufen war. Dann hält an diesem Samstagnachmittag ein Auto, zwei dunkle Gestalten steigen aus, rauchen und nähern sich immer mehr Mali. Plötzlich schnappen sie ihn und hauen ab. Zwei Zeugen beobachten die Szene. Sie können die Hunde-Entführer nicht stoppen, aber sie haben sich große Teile des bulgarischen Nummernschildes gemerkt.
Erterek löst eine groß angelegte Suchaktion aus. Sie alarmiert Freunde und die Nachbarschaft, schaltet die Hundeprofis von „Tasso“ ein, verteilt Handzettel und schaltet schließlich den EXTRA TIPP ein.

Ein Bekannter entdeckt den Hund im Bahnhofsviertel

Ein Bekannter meldet sich bei ihr, ist sich sicher, dass er das bulgarische Auto schon öfters im Frankfurter Bahnhofsviertel gesehen hat. Er behält Recht.

Am vergangenen Dienstag ist der Bekannte in der Taunusstraße vor einem Bordell fündig geworden. Er sagt sofort Erterek Bescheid. Die rast ins Bahnhofsviertel und erkennt ihren Mali. Eine Frau – offenkundig eine Prostituierte hält die Leine in der Hand, an der Mali zerrt, als er sein eigentliches Frauchen erkennt. „Ich bin auf ihn zugegangen, hab seinen Namen gesagt, dann ist er an mir hochgesprungen, hat vor Glück gefiept und als ich mich runtergebeugt habe, hat er mir vor Glück durchs Gesicht geschlabbert“, sagt Erterek.

Mali einfach geschnappt und gefahren

Die 36-Jährige überlegt nicht lange. Sie reißt der Prostituierten mit langen, dunklen Haaren einfach die Leine aus der Hand, dreht sich um und geht. Erst als sie sich ins Auto setzt und zurückblickt, sieht sie, dass in der Nähe noch zwei Männer stehen. „Ich bin einfach gefahren“, sagt sie.

Dem Bekannten wird sie einen angemessenen Finderlohn geben. „Ich bin so glücklich, dass Mali wieder da ist. Ich werde ihn nie wieder unbeaufsichtigt lassen“, sagt sie. Als Mali wieder daheim ist, stürzt er sofort auf die acht Monate alte Tochter von Erterek zu und fängt an, mit ihr zu toben und spielen. Erterek: „Die beiden sind beste Freunde.“

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