Kükenschutz in der Brutzeit: Hunde müssen an die Leine

Rödermark - Oft haben nicht angeleinte oder streunende Hunde in den Wiesen Bodenbrüter wie Rebhuhn, Lerche, Kiebitz, Wildente und Wachteln von ihren Nestern vertrieben. Deren Eier und Junge waren dann ein leichtes Opfer von Krähen und Elstern.

Um die kleinen Küken und ihre Mütter zu schützen, gilt daher ab heute bis zum 15. Juni in Rödermark wieder Leinenzwang für alle Vierbeiner.

Dieser ist Bestandteil der Gefahrenabwehrverordnung und dient hauptsächlich dem Schutz von bodenbrütenden Vögeln. Aber auch trächtige Rehe sollen so geschützt werden, um ihnen Bewegungsfreiheit und Fluchtmöglichkeiten zu schaffen.

Zur Umsetzung der Satzung wurden 2004 in den dafür ausgewiesenen Gebieten entsprechende Schilder angebracht, die zurzeit auf Beschädigungen überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden. Die Durchführung des Leinenzwangs habe in den letzten Jahren hervorragend funktioniert, bestätigt Günther Braun vom Fachbereich Öffentliche Ordnung. "Natürlich gibt es wie überall ein paar schwarze Schafe, aber im Großen und Ganzen zeigen sich die Hundehalter einsichtig." Nach erstmaligen Hinweisen oder Verwarnungen kann in Wiederholungsfällen ein Bußgeld zwischen 15 und 5.000 Euro verhängt werden. Das ist schon mehrfach geschehen.

Um möglichst allen gerecht zu werden, ist der Freilauf rund um die Wohngebiete fast überall noch immer möglich.

Viele Hundebesitzer erkundigen sich derzeit bei der Fachabteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung nach der Skizze mit den ausgewiesenen Bereichen des Leinenzwangs. Diese kann unter www.roedermark.de im Bereich "BürgerStadt" (unter Download) oder im Rathaus Urberach, Zimmer 100 und 101, eingesehen werden. Weitere Infos zur Anleinpflicht gibt es bei Günther Braun unter Tel.: (06074) 911830.

Und damit auch keine Bußgelder fällig werden wegen Verschmutzung durch Hundekot, erinnert Braun an die "Hundetüten", die es im 50er-Pack für einen Euro in den Rathäusern gibt. Mit diesen können Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde hygienisch entfernen und ordnungsgemäß entsorgen. Vor allem den Landwirten bereitet der Kot Probleme, da er mit dem Heu als Futter von den Nutztieren aufgenommen wird und zu Erkrankungen führen kann. red

Kommentare