Mitarbeiter kümmern sich um Tiere

Küken-Nachwuchs im Bad Homburger Rathaus

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Was für ein tierisches Gewusel! Eine Entenmutter hat ihren Nachwuchs kurzerhand auf einem Balkon im Bad Homburger Rathaus schlüpfen lassen. Jetzt kümmern sich die Mitarbeiter um Futter-Nachschub für die Kleinen.

Bad Homburg – Eine Entenmutter hat einen Balkon des Bad Homburger Rathauses kurzerhand als Brutstätte für ihren Nachwuchs ausgesucht. Jetzt kümmern sich die Mitarbeiter um genügend Futter bis die gefiederten Racker flügge werden. Von Dirk Beutel 

So eine Begegnung der tierischen Art passiert auch nicht alle Tage. Und erst recht nicht im Bad Homburger Rathaus. Dort hat völlig unbemerkt eine Entenmama neun Eier auf einem Balkon im ersten Stock gelegt und ausgebrütet. Mittlerweile sind alle Küken geschlüpft und haben längst die Aufmerksamkeit der Rathaus-Mitarbeiter auf sich gezogen. „Wahrscheinlich hat die Mutter diesen Platz ausgesucht, weil im nahegelegenen Kurpark zu viel los ist“, sagt Pia Haimerl, Sachbearbeiterin im Ressort Soziale Dienste im Bad Homburger Rathaus.

Feuerwehr kommt an Entenküken nicht ran

Doch die eigentlich gute Entscheidung der Entenmutter hat einen Haken: Es gibt kein Futter auf dem Balkon und von alleine kommen die Entenbabys nicht von dort herunter. Bereits zweimal hatte die Feuerwehr schon versucht, an die watschelnden Federknäule heranzukommen, um sie dann in freier Wildbahn mit der Mutter auszusetzen. Doch ohne Erfolg. Auch die Mitglieder eines Wildtiervereins kamen nicht an den Enten-Nachwuchs heran. „Das hat überhaupt nichts gebracht. Sobald jemand durch ein Fenster versucht hat, an die Kleinen heranzukommen, sind sie einfach ausgebüxt“ , sagt Pia Haimerl: „Das hat alles nur für Unruhe gesorgt.“

Deshalb kümmern sich seitdem abwechselnd ein paar Mitarbeiter im Rathaus um die gefiederten Racker und versorgen sie mit Wasser und speziellem Tierfutter für Enten. Auch an den Feiertagen und an den Wochenenden kommt jemand vorbei. Das soll so lange gehen, bis die Enten groß genug sind, um selbst den Balkon verlassen zu können. „Das kann aber noch gut und gerne bis zu vier Wochen dauern“, vermutet Haimerl.

Allerdings konnte leider niemand verhindern, dass in der Zwischenzeit zwei Entenbabys verschwunden sind. „Vermutlich wurden sie von einem Raubvogel angegriffen“, sagt Haimerl.

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