Kaulquappen wie Müll einfach weggeworfen

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In dieser Plastikflasche fand Otto Dietermann mehr als 100 Kaulquappen.

Offenbach – Mehr als 100 Kaulquappen hat der Offenbacher Otto Dietermann vor dem sicheren Tod gerettet. Sie waren in einer Plastikflasche weggeworfen worden. Von Norman Körtge

Otto Dietermann traute seinen Augen nicht, als er am Sonntagnachmittag vor einer Woche entlang des Buchenwegs in Offenbach spazierte. Da lag eine große Plastikflasche am Wegesrand. Und darin tummelten sich geschätzte 100 Kaulquappen. „Die sind ja so wuselig, die kann man gar nicht zählen“, berichtet der Offenbacher. Sterben lassen wollte er die sich in der Entwicklung befindlichen Frösche nicht. Deshalb nahm Dietermann die Flasche mit nach Hause und schüttete die Kaulquappen vorsichtig in ein großes Fass um.

Frösche und Kröten kommen immer wieder

Über die Hintergründe der Tat können sowohl Ackermann als Anna-Christine Sander vom Offenbacher Umweltamt nur spekulieren: Eventuell habe ein privater Teichbesitzer die Kaulquappen abgefischt, weil er keine laut quakenden Frösche im Garten haben will. Wenn das so ist, dann darf der Kaulquappen-Hasser dies jedes Jahr machen. Denn Frösche und Kröten kommen bekanntlich zum Laichen immer wieder zurück, merkt Sander an.

Sie hat Ackermann nun den Ratschlag gegeben, die Findel-Kaulquappen in einen der von der Stadt neu angelegten Amphienteiche in die Freiheit zu entlassen.

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