Hessen bleibt dem deutschen Hund treu

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Schäferhunde sind für den Polizeieinsatz sehr gut geeignet.

Region Rhein-Main – In vielen Bundesländern mustert die Polizei den Deutschen Schäferhund aus. Auch die Bundespolizei ist auf die belgische Konkurrenz gekommen. Doch Hessen setzt weiter auf den heimischen Helfer. Von Angelika Pöppel

Der deutsche Polizeihund hat ausgedient. Hessens Nachbarländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen setzen jetzt auf den Belgischen Schäferhund Malinois. Neben 281 belgischen Hunden sind laut Landesamt für Ausbildung und Fortbildung der Polizei in Nordrhein-Westfalen nur noch 26 Deutsche Schäferhunde im Einsatz.

Die hessische Polizei züchtet ebenfalls belgische Tiere. Allerdings wird auch der heimische Schäferhund gebraucht. „Auf die sehr guten Eigenschaften des Deutschen Schäferhundes wollen wir nicht verzichten“, sagt Mark Kohlbecher vom hessischen Innenministerium. Deshalb hält die hessische Polizei das Gleichgewicht mit 109 deutschen Hunden und 100 Malinois.

Andere Bundesländer vertrauen auf die belgische Konkurrenz, da sie als mutiger und belastbarer gilt. Denn der Spieltrieb ist ausgeprägter als bei den deutschen Hunden. Für den Einsatz ist gerade der Spieltrieb extrem wichtig. Außerdem züchten viele Länder die Tiere nicht selbst, sondern kaufen sie ein. Denn der belgische Import ist einfach günstiger.

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