Grausam: Keiner will den Dackel

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Für ihren Blick sind Dackel bekannt.

Region Rhein-Main – Da hilft auch der treue Dackelblick nicht mehr: Die kurzbeinige deutsche Rasse droht auszusterben. 4000 Dackel weniger werden gezüchtet, als noch vor rund zehn Jahren, dass belegt die bundesweite Welpenstatistik. Von Angelika Pöppel

Spitze Schnauze, Schlappohren und kurze Beine, dass zeichnet den deutschen Dackel aus. Der Rassehund verliert jedoch immer mehr an Beliebtheit. In der Statistik der Agila Versicherung, einer der größten Tierversicherer in Deutschland, landet der Dackel weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze, aller versicherten Hunde. Die Nachfrage scheint Jahr für Jahr zurück zu gehen. Das zeigt die Welpenstatistik 2009 des Verbandes für das deutsche Hundewesen: Wurden 1998 noch 10.479 Dackel gezüchtet, waren es 2009 nur noch 6.695.

Entwarnung gibt der Deutsche Teckelclub in Frankfurt: Die Hundeliebhaber sind wieder auf den Dackel gekommen. In den letzten eineinhalb Jahren ist „die Mitgliederzahl von 100 auf über 150 gestiegen“, sagt Otto Gugau, Vorsitzender des Teckelclubs. Der kleine Jagdhund wurde zwar in der Region weniger gezüchtet, aber das Interesse steige wieder. Besonders in Frankfurt – „der Dackel ist der ideale Stadthund“. Denn große Hunde seien in der Stadt unhandlich. Deshalb ist sich Gugau sicher: „Der Dackel stirbt definitiv nicht aus.“ Da hat der deutsche Dackel nochmal Glück gehabt: Er muss wohl nicht vor die Hunde gehen.

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