Gnadenbrotpferde suchen neues Heim

Von Jenniferbr /Dreherbr /Hainburg/Hainstadt - Hannoverander-Stute Nathalie ist 31 Jahre alt - eine Greisin unter Pferden. Vor vielen Jahren ist sie dem Tod durch das Bolzenschgussgerät entgangen. Sie sollte geschlachtet werden. Zuflucht fand sie auf einer Pferdekoppel in Hainburg.

Heute ist ihr Leben wieder in Gefahr. br /Die Pferdekoppel in Hainburg - ihr Zuhause - wird im Herbst bebaut. Deshalb sucht Nathalie nun zusammen mit ihren Stallnachbarn ein neues Heim. Eine Trennung von ihnen würde sie nicht überleben.br /"Ein Pferd hat eine Seele wie ein Mensch", sagt Michelle Kuntz. Sie betreut mit vier Freundinnen die Pferde in Hainburg. Täglich sind sie auf dem Hof und erledigen - freiwillig und ohne Lohn - alle anfallenden Arbeiten. "Ein Pferd wird nur 20 bis 30 Jahre alt", sagt Kuntz. "Es ist der guten Pflege zu verdanken, dass Nathalie noch lebt und gesund ist."br /Mit ihren großen braunen Augen und dem plüschig weichen Fell hat das Pferd die Herzen der Mädchen erobert. "Wir haben Angst um Nathalie", sagt Svenja Matuschzyk. Die 20-Jährige kümmert sich schon seit 14 Jahren um die Pferde. Sie befürchtet, dass eine mögliche Trennung von den anderen Pferden zu viel Stress und Leid für die Stute bedeutet. "Wir wären todtraurig, wenn Nathalie das nicht überlebt", sagt Linnea Winter. Auch sie arbeitet jeden Tag auf der Koppel.br /Besitzer, Manfred Nitschke, hat zwar gewusst, dass das gepachtete Grundstück irgendwann verkauft und bebaut wird, aber nun geht alles schnell. Vor drei Wochen ist es konkret geworden. Die Freundinnen sind geschockt und haben Angst um ihre Pferde. In ihrer Not haben sie sich an den EXTRA TIPP gewendet, um einen Aufruf zu machen.br /Ein Anruf beim Hainburger Bürgermeister Bernhard Bessel hat ausgereicht. Er will den Mädchen und ihren Pferden helfen. "Ich mache die Angelegenheit zur Chefsache", sagt er. Schon einige Äcker habe er im Blick. Mit deren Besitzern will Bessel Kontakt aufnehmen. "Ich werde alles in meiner Macht stehende tun", verspricht er Die Mädchen freuen sich. "Die Pferde sind meine Freunde", sagt Kuntz. "Ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht vorstel

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