Giraffen sind kein Futter

Was Tiere im Zoo fressen

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Die Giraffe Marius wurde nach seinem Tod den Löwen im Kopenhagener Zoo zum Fressen vorgeworfen.

Region Rhein-Main - Das blutige, eklige Spektakel rund um Giraffe Marius in Dänemark  sorgt für Empörung. Giraffen als Löwenfutter gibt es im Opel-Zoo und im Frankfurter Zoo nicht. Was dort gefüttert wird, verrät der EXTRA TIPP. Von Silke Gottaut

Affen springen von Ast zu Ast, Tiger schlendern durchs Gehege und Giraffen fressen gemütlich Heu. Das sind Bilder, die Zoo-Besucher lieben. Was sie am Sonntag in Kopenhagen erleben mussten, war alles andere als süß und niedlich. Die junge, gesunde Giraffe Marius wurde mit einem Kopfschuss getötet. Anschließend vor den Augen der Zoobesucher zerteilt und an Löwen verfüttert. Grausame Bilder, die für viele Besucher schockierend sind.

Bilder von Baby-Giraffe Katja im Opel-Zoo

Besuch bei Baby-Giraffe Katja im Opel-Zoo

Kommentar zu Giraffen-Tötung

Auch im Frankfurter Zoo werden täglich tote Tiere verfüttert. „Unsere Löwen und Tiger fressen pro Tag etwa drei bis vier Kilo Fleisch. Sie bekommen Kaninchen, Pferd und Huhn. Rind weniger, denn das ist zu teuer“, sagt Zoodirektor Manfred Niekisch. „Giraffen würde ich weder verfüttern, noch vor den Zoobesuchern zerteilen. Das geht einfach nicht. Unsere Besucher wollen lebende Tiere sehen.“ Leider ist der Fall der Giraffe Marius kein Einzelfall, teilt der Deutsche Tierschutzbund mit. So würden alljährlich auch in deutschen Zoos gesunde Tiere getötet. 2008 wurden beispielsweise im Magdeburger Zoo drei Tigerbabys direkt nach der Geburt eingeschläfert, weil sie sich nicht zur Zucht eigneten. Der Direktor und seine Mitarbeiter wurden später deswegen rechtskräftig verurteilt.

Giraffengeburten in Frankfurt und Kronberg

Im Frankfurter Zoo und im Kronberger Opel-Zoo gab es erst in diesem Jahr Giraffen-Nachwuchs. In Frankfurt brachte vergangene Woche Mama Monique ihr Kleines zur Welt. Und am 2. Januar wurde Katja im Opel-Zoo geboren. „Katja geht es hervorragend. Wenn das Wetter ein wenig besser wird, kann sie sicherlich bald raus auf die Wiese“, berichtet der stellvertretende Zoodirektor Martin Becker. Den jungen Giraffen wird solche ein schlimmes Schicksal wie in Dänemark nicht passieren. Sie werden jedoch irgendwann in einen anderen Zoo umziehen, um Inzucht zu vermeiden.

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