Kaninchen und Meerschweinchen tot

Fehl-Alarm im TV: Von wegen Tierhasser in Frankfurt

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Riklef und Susanne Deparade sowie ihr Sohn Alex vor dem Kaninchengehege, in dem der vermeintliche Tierhasser zugeschlagen haben soll. 

Region Rhein-Main - Drei tote Kaninchen, vier Meerschweinchen  – in Harheim soll vergangene Woche ein ominöser Tierhasser  gewütet haben. Das zumindest berichtete der Hessische Rundfunk am Montag. Doch jetzt kommt raus. Es war ein Fuchs oder Marder. Von Christian Reinartz 

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Anfang der Woche sah alles noch so aus, als ob ein unheimlicher Tierhasser in den Garten von Susanne und Riklef Deparade  in Frankfurt Harheim eingedrungen war. Dort soll er ihre drei Kaninchen und vier Meerschweinchen getötet haben. Angeblich alles ohne Spuren. So zumindest hörte es sich an in dem mitleiderregenden Bericht des Vorabendmagazins „Maintower“ des Hessischen Rundfunks an.
Demnach hätten die Tiere regelrecht aufgereiht dagelegen, sodass der Tatort offenbar nur einen Schluss zuließ: Die Tiere sind von einem Tierhasser hingerichtet worden. Die Polizei brachte zwei der Tiere umsichtig zur Untersuchung nach Gießen, um die genaue Todesursache feststellen zu lassen. Und siehe da: Schon am Mittwoch stand fest: Kein ominöser Tierhasser hat Kaninchen und Meerschweinchen getötet. „Es war ein Tier“, sagt Riklef Deparade: „Die haben unterm Fell wohl noch Bissspuren  entdeckt, die auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen waren.“

Tierbesitzer atmen erstmal auf

Riklef und Susanne Deparade atmen jetzt zumindest auf. Auch, wenn ihre Lieblinge tot sind. „Wir sind erstmal beruhigt, dass es kein Verrückter war, der was gegen uns hat.“ Das war nämlich der erste Gedanke von Riklef Deparade, als er und seine Frau die Tiere entdeckten. „In diesem Moment geht man alle Menschen durch, die man kennt und mit denen man vielleicht mal Ärger hatte“, sagt er. „Aber da war keiner. Wir verstehen uns mit den Nachbarn gut und haben keinerlei Streit mit irgendjemandem. Trotzdem fängt man in so einem Moment an, nachzudenken und bekommt Angst.“

Laut Labor ist an dem Befund auch nichts mehr zu rütteln, denn punktförmige Einblutungen zeigten bei beiden Tieren die Zahnabdrücke. Auch der Abriss eines Herzmuskels, sei typisch für das Schütteln durch einen sogenannten Beutegreifer, wie etwa ein Fuchs oder Marder, so die Polizei.

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