Brut- und Setzzeit hat begonnen

Hunde müssen an die Leine

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Das Stöckchen holen kann dieser Hund nur noch, wenn Herrchen mit der Leine nachkommt

Region Rhein-Main - Mit dem startenden Frühjahr beginnt in der Natur auch wieder die Brut- und Setzzeit. Einige Kommunen haben deshalb einen Leinenzwang für Hunde erlassen, andere appellieren an die Hundebesitzer. Von Norman Körtge 

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Babenhausen appelliert an die Hundebesitzer, Seligenstadt, Rodgau und Heusenstamm schreiben den Leinenzwang in Wäldern und auf Feldern während der sogenannten Brut- und Setzzeit zwingend vor. In dieser Zeit brüten viele wildlebende Tiere – beziehungsweise bringen ihren Nachwuchs zur Welt. In einigen Kommunen hat diese bereits am 15. Februar begonnen, in anderen gelten die verschärften Regeln erst ab dem 1. März – eine einheitliche Regelung dafür gibt es in Hessen nämlich nicht. Sehr zum Bedauern von Klaus Röther, Pressesprecher des Hessischen Jagdverbandes: „Die Landespolitiker scheuen sich vor einer einheitlichen Regelung. Denn Hundebesitzer sind auch Wähler. Deshalb überlassen sie es den Kommunen“, meint er.

Hunde brauchen auch Auslauf

Ulrike Steuer aus Heusenstamm findet die strenge Regelung gut, obwohl sie Hundebesitzerin ist. Aber sie ist auch Jägerin und Vorsitzende des Jagdvereins Wiesbaden und daher auch für die Wildtiere mitverantwortlich. Allerdings stellt sie auch klar: Hunde brauchen ihren Auslauf. Wenn sie vier Monate nicht von der Leine dürften, würden sie aggressiv. Deshalb fordert sie von den Verantwortlichen in den Gemeinden und Städten, dass sie in einem begrenzen Gebiet jeweils Auslaufzonen für die Vierbeiner schaffen. Schließlich zahlen Hundebesitzer auch extra eine Steuer für ihr Tier.

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