Alles für den Dackel!

So nennen die Mitglieder des Mühlheimer Teckelclubs ihre schienbeinhohen Vierbeiner.

"Diese Bezeichnung kommt aus dem Mittelalter", erklärt Vereinsvorsitzender Joachim Schubert und setzt mit einem Augenzwinkern hinterher: "Außerdem klingt das nicht so klischeehaft."

Die 115 Mitglieder sind sich nämlich im Klaren darüber, dass ihr Hobby als piefig gilt und nicht jeder die wuseligen Vierbeiner ernst nimmt. "Alles für den Dackel, alles für den Club", dieser Satz von TV-Hausmeister Krause hat das Bild vom kleinkarierten Dackelbesitzern geprägt. Dennoch sind die Teckel-Freunde sich einig: "Das war das Beste, was uns passieren konnte", sagt Schubert: "So sind die Dackel endlich wieder bekannter geworden. Und mit haltlosen Vorurteilen kommen wir alle klar."

Modehunde sind die sturen Kraftpakete nämlich nicht. Und zum Aufpolieren des Egos nutzen sie schon überhaupt nichts. "Im Gegenteil. Wer einen Dackel hat, braucht schon ein starkes Selbstbewusstsein", erklärt Rauhaar-Dackel-Frauchen Hannelore Horn. "Diese kleine Frechdachse versuchen immer wieder ihren Sturkopf durchzusetzen. Aber wir Teckelfreunde sind halt einfach noch sturer." Genau das mache aber das Zusammenleben mit den kurzbeinigen Fellpaketen so interessant. "Diese Hunde wollen immer beschäftigt sein", erklärt ihre Vereinskollegin Sabine Schmid, ihren schwarz-roten Kurzhaar-Zwergdackel auf dem Arm: "Ansonsten können sie auch bissig werden." Gerade weil oft ältere Menschen sich gerne einen Dackel hielten und diese dann aus Langeweile aggressiv würden, habe der Dackel nun seinen Ruf weg. "Dabei sind diese Tiere ganz ruhig und ausgeglichen", beteuert Joachim Schubert.

Dennoch sind die adeligen Kläffer allesamt sortenreine Jagdhunde, die zu den zuverlässigsten und intelligentesten ihrer Art gehören. "Selbst vor einem dreimal größeren Fuchs im Bau macht ein Dackel nicht Halt", weiß Schubert aus Erfahrung: "Da sind die Kleinen stur und gehen einfach weiter."Sitzen Brutus, Chocolat und Daisy dann Abends wieder auf dem Schoß von Herrchen oder Frauchen, können sie kein Wässerchen trüben. Haben sie aber doch einmal Unfug angestellt, setzen die schlauen Tiere einfach ihren Dackelblick auf. Schließlich haben sie ihn erfunden. Hannelore Horn: "Und der erweicht wirklich jedes Herz."Wer einen Dackel hat, oder sich für Dackel interessiert, kann sich bei Joachim Schubert unter schubert.jochen@andocken.de melden.Weitere Informationen und Anregungen gibt es im Internet auf der Vereinshomepage unter www.dtk-offenbach-muehlheim.de.

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