Tiere und Pflanzen: Krank durch Streusalz

+
Wegen Streusalz entzünden sich die Pfoten und auch die Augen von Hunden und Katzen.

Offenbach – 600 Tonnen Salz haben die Einsatzfahrzeuge der Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft (ESO) bis jetzt auf die Straßen gestreut. Naturschützer warnen vor dem gefährlichen Mittel gegen Schnee und Eis: Pflanzen und Tiere leiden. Von Angelika Pöppel

„Streusalz muss so vorsichtig wie möglich eingesetzt werden“, sagt Michael Rothkegel vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Hessen. Rund zehn Prozent mehr Streusalz als im kompletten vergangenen Winter hat die Stadt bis jetzt bereits verbraucht. Die Grünpflanzen am Straßenrand vertrocknen durch die Überdosis Salz. Außerdem können Pflanzen nicht genug Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen.

Besonders Tiere wie Hunde und Katzen leiden auf dem salzigen Untergrund. Ihre Pfoten und auch Augen können sich entzünden. Auch Tierärztin Dagmar Feller aus Frankfurt kennt diese Gefahr. Sie rät, nach jedem Spaziergang die Pfoten des Tieres gründlich zu waschen, um einer Entzündung vorzubeugen. Rothkegel fordert, hauptsächlich mit Split und Sand zu streuen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare