Monopoly, Kniffel und Co.

Mit diesen Gesellschaftsspielen wird es im Winter nicht langweilig

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Katrin von Westphalen (links) und Ulrike Domnik vom „Schaukelpferd“ in Kronberg sind Fans von Gesellschaftsspielen. Zu ihren Favoriten zählen unter anderem „Cluedo“, „Können Schweine fliegen?“, „Alle meine Tiere“, „Obstgarten“ und „Rot, Schwarz, Gelb".

Region Rhein-Main – Mit dem Winter kommt die Jahreszeit, in der man sich mit der Familie bei Gesellschaftsspielen vergnügen kann. Das sind die Favoriten der Spielwarenverkäufer aus der Region. Von Ingrid Zöllner 

Ulrike Domnik vom „Schaukelpferd“ in Kronberg mag persönlich den Klassiker „Kniffel“. Bei diesem Spiel geht es darum, mit fünf Würfeln bestimmte Zahlenkombinationen zu ergattern, einerseits spielt Glück, aber auch Taktik eine Rolle. „Es ist ein schönes Spiel, weil man es mal schnell zwischendurch spielen kann. Jeder kann mitmachen, es erfordert nur ein wenig Rechnerei und Strategie. Außerdem dauert es nicht so lang”, erklärt Domnik.

Bei ihren eigenen Kindern ist derzeit das Kartenspiel „Phase 10“ angesagt. „Das baut unheimlich Spannung auf, weil man verschiedene Phasen erreichen muss. Jeder Spieler kann das selbst entscheiden, wann er in eine andere Phase wechselt. Manchmal denkt man dann, dass man es selbst nicht so schnell schafft, wie die anderen, doch das kann sich immer noch drehen“, erzählt sie. Im Kronberger Geschäft verkauft sich für die Kleineren der „Obstgarten“ sehr gut. „Beliebt sind auch Elektronikbrettspiele wie ,Wer war’s‘. Das kommt bei den Kindern sehr gut an“, weiß Domnik. Ihre Kollegin Katrin von Westphalen ist ein Liebhaber von „Cluedo“: „Das macht auch Jahre später immer noch Spaß und ist einfach spannend.“

Spiel-Klassiker

Ein Fan der Klassiker ist Doris Hörpel von der Spielzeugkiste in Dietzenbach. Sie mag besonders Rummykup: „Das ist schon lange mein Favorit. Man muss flexibel agieren und schauen, wie man die Steine setzt.“ Aber auch Kartenspiele und der Klassiker „Mensch ärger dich nicht“ bereiten ihr Spaß.

Für die Adventszeit ist das „Waldschattenspiel“ gut geeignet, sagt Monika Hilb vom Geschäft „Wohnen und Spielen“ in Frankfurt. Hierbei müssen die Teilnehmer mit ihren Figuren von Baum zu Baum ziehen und darauf achten, dass sie im Schatten der Bäume vor dem umherrückenden Teelicht verborgen bleiben.

Bei ihren Enkel steht „Viva Topo“ hoch im Kurs, bei dem Mäuse versuchen, möglichst große Stücke vom Käse zu bekommen, bevor die Katze kommt. „Es ist sehr schön gearbeitet und sieht auch gut aus“, sagt Hilb, die sich als Erwachsene bei einem Spiel nicht langweilen will. Ihr gefällt bei „Viva Topo“, dass es so unberechenbar ist.

Spiel mit Suchtfaktor

Möglichst unkompliziert wünscht sich Annegret Frenzel die Gesellschaftsspiele. Sie arbeitet im Spielwarenladen „Faix“ im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach. „Es muss einen reizen, es immer wieder zu spielen“, nennt Frenzel ein für sie wichtiges Kriterium. Ein Spiel mit Suchtfaktor ist ihrer Meinung nach „Qwixx“, ein Würfelspiel, dass 2013 für das Spiel des Jahres nominiert war: „Hier spielt die Taktik eine große Rolle und wie man die anderen Spieler ärgern kann.“

Bei den Jugendlichen seien derzeit Fantasy-Spiele wie die „Legende von Andor“ im Kommen, während bei den Kleinen die elektrischen Tip-Toi-Spiele gut angenommen werden. „Das ist zwar ein Lernprogramm, es gibt aber unterschiedliche Themen, Geräusche und viel zu entdecken“, sagt Frenzel. Generell seien Klassiker wie Monopoly, Uno und Risiko nach wie vor gefragt.

Susanne Müller von der „Pusteblume” in Königstein favorisiert das Kartenspiel „Wizard“. Dabei spielen Strategie und Glück eine große Rolle. „Ich finde es gut, dass es eine Ausgabe für Kinder und eine für Erwachsene gibt. So haben alle Spaß“, sagt die Laden-Inhaberin. „Mit diesem Spiel wird es schnell abendfüllend“, weiß sie aus Erfahrung.

Holzspielwaren beliebt

In Heusenstamm gehen bei der „Märchenkiste“ in erster Linie Holzspielwaren über die Ladentheke. „Besonders gut läuft der ,Obstgarten‘“, erzählt Claudia Waltinger. Das sei nicht nur optisch schön anzusehen, sondern auch ein Spiel für die Gemeinschaft. Hierbei kommt es nämlich darauf an, dass alle gemeinsam im Kollektiv arbeiten: „So gewinnen entweder alle oder das Spiel.“ Ziel des Spiel ist es, möglichst schnell die vier Obstbäume abzuernten, bevor der Rabe zum Zuge kommt und alles wegfrisst.

Wer nun auf der Suche nach dem richtigen Spiel ist, der lässt sich am besten in einem der Geschäfte vor Ort beraten. Dann steht einem gelungenen Familienabend nichts mehr im Weg.

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