Smartphone überholt Auto

+
Smartphone und Auto liefern sich ein wahrlich spannendes Rennen. Wer gewinnt den Beliebtheitswettbewerb und wird zum wichtigsten Statussymbol?

Natürlich kann ein Smartphone nicht an einem Auto vorbeipreschen. Aber dennoch ist das Smartphone in einem Teilbereich seiner großen Funktionsvielfalt buchstäblich am Auto vorbeigefahren, nämlich in seiner Funktion als „Statussymbol“.

Das zumindest soll das Ergebnis einer Studie zeigen, an der 65.000 Menschen teilgenommen haben. Woran die Initiatoren der Studie das festmachen? Die Anzahl der Smartphone-Besitzer liegt bei 60 Prozent; die Anzahl jener, die ein eigenes Auto haben, liegt darunter. Ob das für die Überholspur reicht, verrät der folgende Beitrag.

Die USA nehmen eine klare Sonderrolle ein

Vermutlich ist es die Tatsache, dass ein Mensch in den USA buchstäblich auf einen eigenen fahrbaren Untersatz angewiesen ist, der die Statistik an dieser Stelle ins Wanken geraten lässt, denn: 90 Prozent der volljährigen US-Amerikaner haben ein eigenes Fahrzeug. Doch „nur“ 85 Prozent der Vergleichsgruppe verfügt über ein eigenes Smartphone. Zum Vergleich: Auf den vordersten Rängen liegen mit deutlichem Abstand die Türkei und Indien (mit jeweils 98 Prozent) sowie China (mit 96 Prozent). Deutschland liegt (vor den USA) mit 86 Prozent, Frankreich mit 82 Prozent knapp dahinter.

Wer sich nun wundert, wie Bewohner ärmerer Länder so viel Wert auf das Smartphone legen können, sollte bedenken, dass das Smartphone eben dort auch als Universalgerät dient – als Mini-Computer und Telefon in einem quasi. Damit wird das Gerät als 2-in-1-Lösung auch für ärmere Bevölkerungsschichten rentabler.

Spannend sind im Übrigen auch die Vorlieben mit Blick auf die zwei Global Player im Markt: Deutschland und Frankreich setzen auf Samsung, Großbritannien und die USA gehen mit Apple. Dass sich die Marken-Machtverhältnisse verschieben, sei nicht zu erwarten, heißt es. Schließlich gab eine deutliche Mehrheit an, mit dem aktuellen Gerät zufrieden zu sein. Sehr wahrscheinlich, dass die User deswegen ihren Smartphone-Marken treu bleiben.

Wer profitiert von dem Hype ums Smartphone?

Grundsätzlich lassen sich zwei Hauptgruppen ausmachen, die vom Smartphone-Hype profitieren:

  1. Die Anbieter von Smartphones inklusive jener, die den Markt rund ums Smartphone für sich erschlossen haben. Darunter fallen sowohl Anbieter von Smartphone-Programmen, also die App-Entwickler dieser Tage, sowie diejenigen, die Smartphone-Zubehör anbieten.
  2. Die Nutzer selbst profitieren von den rasanten Entwicklungen im Markt, die technische Verbesserungen ebenso mit sich bringen wie etwa neue Hardware und neues Zubehör. Zudem bringt die große Konkurrenz am Markt nicht nur eine große Auswahl mit sich, sondern auch attraktive Preise.

Von einer Win-Win-Situation für Anbieter und Konsumenten gleichermaßen zu sprechen, ist in jedem Fall gerechtfertigt. 

So groß ist der Markt rund ums Smartphone

Wer den Smartphone-Markt einmal näher betrachten möchte, der erkennt schnell, wie vielseitig und groß dieser ist. In diese Kategorien lässt sich der Markt einordnen:

  • Hardware-Anbieter. Wie vielfältig der Markt neben den bekannten Riesen Samsung und Apple ist, zeigt ein Blick auf die Marktanteile führender Hersteller. Im 2. Quartal 2018 lag Samsung mit 20,9 Prozent auf Rang 1 vor Huawei (15,8 Prozent), Apple (12,1 Prozent), Xiaomi (9,3 Prozent) und Oppo (8,6 Prozent). Auch die Youngster im Feld lassen sich mit Blick auf die Vergleichswerte schnell ausmachen, die bis ins Jahr 2009 zurückreichen: Samsung und Apple sind die Anbieter, die immer vertreten waren. Seit 2015 zeigt die Grafik auch Oppo und Vivo. Xiaomi gibt es seit dem 3. Quartal 2013 im Markt. Allerdings ist unklar, inwiefern diese Anbieter davor in der Rubrik „andere“ vertreten war.
  • Software-Anbieter. Bereits im Oktober 2017 war die Summe der bei Google Play verfügbaren Apps gigantisch hoch: 3.361.843 Apps standen dort zur Installation bereit. 2.200.000 waren im Apple App Store verfügbar. 600.000 im Amazon Appstore. Eine große Auswahl ist vor allem auch deswegen wichtig, weil regelmäßige Updates so manchem schon die Freude am Smartphone-Programm verhagelt haben. Der Nachrichten-Dienst WhatsApp ist einer von vielen, der regelmäßig wegen seiner Updates in der Kritik steht.
  • Zubehör-Anbieter. Die Riege der Zubehör-Anbieter müsste eigentlich noch einmal in Untergruppen gesplittet werden, denn: Zubehör gibt es direkt vom Hersteller. Dabei handelt es sich meist um technisches Zubehör, wie Ladekabel, Ohrstöpsel und dergleichen. Hinzu kommt das Zubehör, das alle jene benötigen, die ihr Smartphone zum individualisierten Hosentaschen-Begleiter machen wollen. Das heißt: Schutzhüllen, Designhüllen und alles, was das Smartphone optisch aufwertet und dazu noch sichert, sind die zweite Kategorie im Zubehör-Markt. Der dritte Bereich ist der, der gleichsam eine neue Gruppe an Profiteuren ins Spiel bringt. Auch Werbemittelhersteller haben verstanden, dass es gut ankommt, Smartphone Zubehör zu verschenken. Das heißt, sie profitieren davon, Bluetooth Lautsprecher, Wireless Headsets, Powerbanks sowie Kugelschreiber mit Touchpen als Werbemittel anzubieten und das Unternehmen erhält damit ein wertiges Werbemittel, das im Kopf bleibt.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare