Schöner Rasen:

Mit diesen Tipps gedeihen Grünflächen dauerhaft

+
Den Rasen zu einer echten Schönheit machen: Wie geht das eigentlich?

Ein Eigenheim mit einem Stück Natur, das der Hobbygärtner nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten kann, ist erstrebenswert. Doch erweist sich ein Garten oft als Ärgernis, weil beispielsweise der Rasen von Unkraut oder braunen Stellen überwuchert wird.

Es muss ja nicht gleich eine perfekte Grasdecke sein, wie die berühmten englischen Rasenflächen, die als grüner Teppich das Auge erfreuen. Denn mit der richtigen, regelmäßigen Pflege gelingt es jedem, sein grünes Areal voller Stolz zu betrachten.

Rasenpflege entsprechend der Jahreszeit angepasst!

1. Frühjahr: Den Rasen auf die Saison vorbereiten

Wenn sich das Frühjahr ankündigt, geht es erstmal an das Aufsammeln von Blättern, abgebrochenen Ästen und was sonst vom Winter übrigbleibt. Danach beginnt die Rasenpflege:

  • Rasen mähen: Danach steht Rasen mähen auf dem Programm. Hierbei ist es allerdings wichtig, nicht zu tief zu schneiden. Sollte der Rasen vom letzten Herbstschnitt noch kurz sein, kann dieser Schritt auch übersprungen werden.
  • Moos und Unkraut entfernen: Haus- und Gartenbesitzer kennen das Problem mit Moos, das sich gerne durch Feuchtigkeit überall ausbreitet, ob an den Häuserwänden, auf Sand- und Plattenwegen oder eben auch in den Rasenflächen. Hinzu kommen abgestorbene Rasenpflanzen und Unkraut. Jede Pflanze benötigt viel Luft und Licht, um kräftig zu gedeihen. Deshalb ist es im Frühjahr besonders wichtig für den Rasen, ihm diese Chance zu geben. Dabei ist der Einsatz einer Harke sowie der Hände notwendig, um den unerwünschten Wuchs zu entfernen. Diese Arbeit wird allerdings mit einem Vertikutierer noch viel leichter. Das spezielle Gartengerät verfügt über ein sich drehendes Federstahlmesser, das sich senkrecht in den Boden schneidet. Das Gerät entfernt u. a. nicht nur Moos, sondern fördert gleichzeitig die Belüftung des Erdreichs und sorgt dafür, dass auch Wasser bis zu den Wurzeln gelangt. Die Auswahl ist in diesem Bereich sehr groß, so dass Hobbygärtner vorher über die verschiedenen Optionen informieren sollten.
  • Düngen und Bewässern: Der nächste Schritt, nachdem die unerquicklichen „Rasenbesetzern“ entfernt wurden, besteht in der Düngung. Zumal auch ein Rasen genügend Nährstoffe benötigt, um sich kräftig zu entfalten. Die optimale Verteilung des Düngers erfolgt durch einen Streuwagen. Zumal beim Ausstreuen mit der Hand eine stellenweise Überdüngung verursacht werden kann, die bräunliche Flecken zur Folge hat. Zu viel des Guten beeinträchtigt das gesunde Wachstum des Rasens. Das Bewässern schließt die erste Pflege im Jahr, hoffentlich, erfolgreich ab und darf auf keinen Fall fehlen!

Tipp:

Sollten nach dem Vertikutieren große, kahle Stellen in der Rasenfläche zurückbleiben, kann ein Nachsäen erforderlich werden.

2. Sommer: Nun sind hauptsächlich Mähen und Bewässern angesagt! 

Im Sommer spielt sich auch im Garten das meiste Leben ab. Dies gilt sowohl für den Rasen und die Pflanzen als auch für die Bewohner. Doch welche Maßnahmen sind nun erforderlich?

  • Regelmäßig mähen: Das Gras wächst und gedeiht in der warmen Zeit, sodass der Rasenmäher häufig aus dem Schuppen geholt werden muss. Ein Turnus zwischen 4 und 7 Tagen erweist sich dabei als sinnvoll und sorgt für einen dichten, satten Rasen.
  • Regelmäßig bewässern: Voraussetzung für das Wachstum ist jedoch der tägliche Regen aus dem Gartenschlauch, zumindest dann, wenn es am Nass von oben her mangeln sollte. Denn bekommt der Rasen kein Wasser, vertrocknet er und wechselt die Farbe von sattem Grün in fahles Braun. Die versprühte Wassermenge ist dabei individuell abhängig von der Beschaffenheit des Untergrunds. Sandiger Boden speichert das Wasser nur schwerlich und versickert schnell. So kann sich der Hobbygärtner, der auf lehmigen oder felsigen Grund wohnt, glücklich schätzen.

Doch nicht nur Trockenheit lässt das Gras braun werden. Dies passiert ebenso, wenn bei starker Sonnenstrahlung bewässert wird. Denn Wassertropfen auf den Blättern wirken in der Sonne, wie eine Lupe, sodass das Gras regelrecht verbrennt. Daher ist im Sommer der Abend die beste Zeit zum Gießen. Damit der Garten respektive der Rasen auch nach dem Urlaub noch eine Augenweide darstellt, stets dafür Sorge tragen, dass jemand diese Aufgabe während der Abwesenheit des Besitzers übernimmt. Die warmen Temperaturen fördern das ständige Wachstum, d.h. auch, Nährstoffe werden aufgebraucht. Daher ist es auch weiterhin in regelmäßigen Abständen sinnvoll, dem Rasen etwas Dünger zu verabreichen.

Ruhe oder Neubeginn: Wenn der Rasen nicht mehr zu „retten“ ist

Es gibt verschiedene Gründe, die gesamte Rasenfläche zu erneuern. So kann es vorkommen, dass der Hobbygärtner dem Unkraut einfach nicht mehr gewachsen ist, je älter die Rasenfläche wird. Zumal das Wurzelgeflecht vom Unkraut mit der Zeit die Oberhand gewinnt, sodass auch es auch keinen Sinn mehr macht, an kahlen Stellen Rasensamen wieder neu auszusäen. Die beste Möglichkeit besteht in einem solchen Fall darin, die gesamte Rasenfläche umpflügen und gegebenenfalls frischen Mutterboden hinzufügen.

Die Erneuerung kann entweder Ende April/Anfang Mai oder im frühen Herbst erfolgen. Wobei der Herbst vorzuziehen ist. Die Keimzeit hängt von den äußeren Umständen ab, Temperatur, Licht, Luft, Wasser und den Bodenverhältnissen. Wichtig ist jedoch, dass die Temperaturen weder zu warm noch zu kalt, sondern über mehrere Tage hinweg relativ konstant sind. Bis die ersten Grasspitzen aus der Erde sprießen dauert es entsprechend eine bis drei Wochen.

Wichtig: Täglich bewässern, die Erde sollte locker sein und möglichst die Samen kaum bedecken. Außerdem ist es wichtig, nach Unkraut Ausschau zu halten.

Der Mäher wird erst nach einigen Wochen benötigt, wenn die jungen Rasenpflanzen kräftig genug sind. Da der neue Rasen für sein Wachstum einige Zeit in Anspruch nimmt, ist die bessere Zeit daher der frühe Herbst, damit ab dem Frühjahr die Nutzung der Rasenfläche gewährleistet ist.

Den Rasen mähen – worauf ist zusätzlich zu achten?

Gemäht kann werden mit einem Rasenmäher, der mit Benzin, mit Strom oder mit Menschenkraft angetrieben wird. Als neueste Errungenschaft auch mit einem Mähroboter. Welches Gerät ein Hobbygärtner letztendlich verwendet, hängt natürlich auch von der Größe der Fläche ab. Denn ähnelt der Rasengrund schon mehr einem Park, wäre ein fahrbarer Rasenmäher eine riesige Erleichterung. Für die normale Größe bietet sich ein elektrisch getriebener Rasenmäher an, da die Lautstärke und die Abgase eines Benzinmotors die gesamte Nachbarschaft stören.

Für Ecken, die mit dem Rasenmäher nicht zu erreichen sind, kann ein Rasentrimmer mit Akku sehr hilfreich sein. Ebenso praktisch ist ein sogenannter Rasenkantenschneider, der besonders an Zäunen oder Einfriedungen widerspenstige Grashalme entfernt. Im Notfall tut es jedoch auch eine Gartenschere!

Fazit

Mit Knowhow und den richtigen Geräten muss niemand ein Studium absolvieren, um einen schönen Rasen sein Eigen zu nennen. Sogar, diejenigen, denen der sogenannte „grüne Daumen“ fehlt, werden ohne große Schwierigkeiten ihre grüne Oase genießen können!

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare