Sabrina Hrkic: Von 121 auf 70 Kilo

Fett verbrennen, statt zu hungern

+
Relikt aus schweren Tagen: Sabrina Hrkic hält zusammen mit Ernährungsberater René Pietz die Hose, Größe 52, in der Hand. Heute trägt die 24-Jährige Größe 38.

Region Rhein-Main- Sabrina Hrkic ist ein Extremfall. Vor drei Jahren wog sie 121 Kilo. Aber die 24-Jährige ist ein Beispiel dafür, dass man sich mit Ernährung beschäftigen muss, um richtig abzunehmen. Von Norman Körtge

60 Kilo Fett. Diese unglaubliche Menge hat die Frankfurterin Sabrina Hrkic vor drei Jahren noch mit sich herum getragen. Bei einer Körpergröße von 1,67 Metern brachte sie damals 121 Kilo Körpergewicht auf die Waage. An diese Körperfülle erinnert noch die schwarze Hose, die Hrkic aufgehoben hat und die immer noch in ihrem Schrank hängt: Größe 52. Jetzt trägt sie 38, wiegt 70 Kilo.

Ein Sättigungsgefühl gab es für Sabrina Hrkic nicht mehr

Damals wog Hrkic 121 Kilo.

„Ich habe einfach nur noch gegessen. Hatte überhaupt kein Sättigungsgefühl mehr“, erinnert sich die heute 24-Jährige an ihre Zeit als Jugendliche. Süßigkeiten in unglaublichen Mengen verschlang sie. Zwar dachte sie immer wieder ans Abnehmen, doch alleine – das wurde ihr zu Beginn ihrer kaufmännischen Ausbildung klar – würde sie es nicht schaffen. Sie suchte einen Ernährungsberater und fand ihn im Offenbacher René Pietz. „Ihr Körper hatte die Fettverbrennung so gut wie eingestellt“, berichtet Pietz. Und er ist sich sicher, dass Sabrina Hrkic ohne professionelle Hilfe in ernsthafte gesundheitliche Probleme geraten wäre. Eine Crash-Diät, FDH („Friss die Hälfte“) oder Ähnliches hätte nichts mehr gebracht. Es komme auf das richtige Abnehme an.

Lesen Sie mehr Service-Themen:

Fesche Dirndel-Trends

Trikke FunSportgerät im Test

Fett muss der Körper verlieren

„Gewichtsverlust ist nicht gleich Fettverlust“, wird Pietz nicht müde zu erklären. Bereits seit 20 Jahren berät und hilft er Menschen mit Übergewicht. Dazu gehöre, die jeweilige Körperzusammensetzung zu messen und immer wieder zu kontrollieren. „Es bringt mir ja nichts, wenn ich nur Wasser verliere, aber kein Fett“, sagt Hrkic ganz selbstverständlich. Und Fett verliere man nur, wenn dem Körper ermöglicht wird, es zu verbrennen. Das geschehe zwischen den Mahlzeiten. Ständiges Naschen, Essen von Obst zwischendurch oder Trinken von Cola, Kaffee und Apfelsaftschorle verhindere die Fettverbrennung.

Sabrina Hrkic wiegt hier nur noch 85 Kilo.

Bei Sabrina Hrkics anfänglichen 60 Kilo Fett musste allerdings der Körper ausgetrickst werden. Zwei ihrer drei Hauptmahlzeiten bestanden aus einem sehr nährstoffreichen Mahlzeitenersatz, der die Fettverbrennung nicht blockiert. Das dritte Essen am Tag war ein ganz normales. „Ich musste auf nichts verzichten. Auch auf Süßigkeiten nicht“, erinnert sich Hrkic. Dass sie für den Mahlzeitenersatz im Monat zirka 75 Euro ausgegeben hat, habe sie an anderer Stelle beim Essen gespart. „Das war ja kein Zusatz, sondern jeweils eine Mahlzeit.“ Hochgerechnet 1,30 Euro pro Essen.

Cremes und Peelings für die Hautrückbildung

Auch die Hautrückbildung hat bei Hrkic funktioniert. Vor allem deshalb, weil sie von Beginn an der Abnehmphase die Haut mit Cremes und Peelings gut gepflegt hat. Dazu wurde sie sportlich aktiv. Am Anfang mit einfachen Arm-Kräftigungsübungen mit Wasserflaschen auf der Couch. Erst als sie nur noch 80 Kilo wog, begann sie regelmäßig zu joggen. Bei Süßigkeiten hat Sabrina Hrkic für sich eine ganz einfache Formeln gefunden. Beispiel Schokolade: Eine Tafel ist nicht ein Stück, sondern besteht aus vielen kleinen Riegeln. Einer reicht vollkommen für den Hunger auf Süßes zwischendurch.

Schlank bleiben - Tipps vom Ernährungsberater Dr. René Pietz

- „Fett macht fett“ – deshalb sollte die zu sich genommene Gesamtfettmenge 60 Gramm pro Tag nicht übersteigen.

- „Snacking“ zwischen den Mahlzeiten vermeiden, denn die kleinen Zwischenmahlzeiten stoppen die Fettverbrennung. Auch energiereiche Getränke wie Latte Macchiato oder Fruchsaftschorlen sind kleine Mahlzeiten.

- Viel trinken ohne Energie: Mineralwasser, Tee, Light-Getränke.

- Obst ist keine gute Zwischenmahlzeit, weil es zu viel Zucker hat; Gemüse ist besser, da es auch weniger Energie hat.

- Tägliche Bewegung: 10.000 Schritte sollten drin sein. Treppe statt Aufzug! Um eine Fertigpizza komplett zu verbrennen, müssten es etwa 25.000 Schritte sein.

- Seinen Energieverbrauch kennen und für eine ausgeglichene Energiebilanz sorgen.

- „Stress macht dick“ – also Stress abbauen.

- Falls das Gewicht wie von alleine ansteigt, Experten zu Rat ziehen.

Mehr zum Thema

Kommentare