Spanien - Streik: Heißer Tag für Urlauber

+
Barcelona: Schon morgens blockieren Arbeiter eine Straße.

Der angekündigte Generalstreik in Spanien trifft an diesem Mittwoch auch deutsche Urlauber. Reiseveranstalter und Fluggesellschaften stellen sich auf Verzögerungen und Flugausfälle ein.

Urlauber bekommen zum Teil die Möglichkeit, kostenlos auf andere Ziele umzubuchen. Und Reisende, die wegen des Streiks früher in Spanien ankommen oder erst später dort abfliegen, erhalten ihre zusätzliche Hotelkosten teilweise zurück.

“Wir empfehlen Urlaubern, kostenlos auf andere Reiseziele in der Türkei oder Ägypten umzubuchen“, sagte Mathias Brandes vom Reisekonzern Thomas Cook in Oberursel (Hessen) am Dienstag dem dpa-Themendienst. Spanien-Touristen, die wegen einer Flugplanänderung einen Tag früher in ihrem Hotel ankommen oder erst später abreisen können, bekämen die zusätzlichen Kosten für die Nacht erstattet.

Branchenprimus TUI in Hannover rät Urlaubern mit Abflügen nach Spanien bis inklusive 1. Oktober, kostenlos auf andere Ziele umzubuchen. Haben Gäste, die nicht umbuchen wollen, nichts von der TUI oder der Fluggesellschaft gehört, sollten sie zwar wie geplant am Flughafen sein. Sie müssten aber mit deutlichen Verspätungen rechnen.

Brennpunkt Ferieninsel Mallorca

Der Ausstand soll nur einen Tag dauern, dürfte aber für tausende Touristen Unbequemlichkeiten mit sich bringen. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter haben Krisenstäbe gebildet, Flüge verschoben und den Passagieren umfangreiche Umbuchungsmöglichkeiten angeboten. Pauschaltouristen dürfen auch damit rechnen, dass ihnen entstehende Zusatzkosten ersetzt werden. Auch durch einen Streik der Fluglotsen in Belgien, der noch bis heute 14.00 Uhr andauern soll, werden Behinderungen erwartet.

Ein Brennpunkt des Geschehens wird nach Einschätzung des Touristikkonzerns Thomas Cook die Ferieninsel Mallorca werden, die täglich den größten Touristenstrom Spaniens abwickelt. Die zweitgrößte deutsche Gesellschaft Air Berlin nutzt den Flughafen in Palma als Drehkreuz. Es werde möglicherweise auch auf den Kanaren und den Flughäfen in Andalusien zu Engpässen kommen, sagte ein Thomas- Cook-Sprecher in Oberursel. In Deutschland verteile sich der Spanienverkehr auf zahlreiche Abflugorte.

dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare