Skigebiete auf dem Prüfstand

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Glückliche Skifahrer: Schladming erhielt beim großen Skigebiete-Test die höchste Punktzahl.

Alles kam zur Sprache, nichts wurde unter den Schneeteppich gekehrt beim größten Skigebietetest in den Alpen. 40 Wintersportregionen von Alta Badia bis Zermatt wurden dabei unter die Lupe genommen. Die Sieger:

Sieger auf der ganzen Linie ist Schladming in der Dachstein-Tauernregion.

Es sei die größte und aussagekräftigste Studie gewesen, die je im Alpenraum durchgeführt wurde, sagen ihre Macher. 18 000 Skifahrer hat die Agentur Mountain Management im vergangenen Winter in 40 Top-Skiregionen des Alpenraums befragt.

Dabei kam alles zur Sprache, was einen gelungenen Winterurlaub ausmacht – von der Unterkunft über die Pistenverhältnisse bis zum Apres-Ski, vom gastronomischen Angebot in den Hütten bis zum Komfort bei den Liften, vom Naturerlebnis bis zum Erholungsfaktor.

DIE TOP SKIGEBIETE

Lech Arlberg

Sieger auf der ganzen Linie wurde bei dieser Befragung der steirische Skiort Schladming mit 8,03 von insgesamt zehn möglichen Punkten, gefolgt von Lech-Zürs am Arlberg (7,96 Punkte), der schweizerischen Aletsch-Arena (7,87 Punkte), Zermatt (7,86 Punkte) und dem Tiroler Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis, das mit 7,83 Punkten gleichwertig mit dem Schweizer Skiort Arosa endete.

Bei der Bewertung einzelner Kriterien siegte Ischgl mit 9,01 Punkten bei der Skigebietsgröße, Saas Fee bei der Schneesicherheit (8,99 Punkte), Zermatt bei der Sicherheit auf der Piste (8,26 Punkte), Schladming bei der Freundlichkeit (8,67 Punkte) und Lech-Zürs beim Beförderungskomfort (8,63 Punkte).

Die treuesten Gäste

Was sonst noch an interessanten Details rausgekommen ist beim größten Skigebiete-Test in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz: Die treuesten Gäste mit dem höchsten Wiederholungsfaktor haben Lech-Zürs, Lenzerheide und Arosa.

Am intensivsten wird in den Skigebieten St. Anton und Obertauern Ski gefahren. 80 Prozent der Besucher stehen hier jeden Tag des Skiurlaubs auf den Brettern. In Oberstdorf liegt die Ausdauer-Quote nur bei 54 Prozent.

Skiprofis, Anfänger oder gute Skifahrer

Nur sechs Prozent der erwachsenen Gäste in allen Skigebieten stuften sich selbst als Anfänger ein. 71,5 Prozent gaben an, gute Skifahrer zu sein, 20,6 Prozent stuften sich als Könner/Profi ein.

ALTERSDURCHSCHNITT Nur drei Prozent aller Skifahrer in den Skigebieten waren älter als 65 Jahre.

SKI TAGE Fast jeder zweite Skifahrer (47 Prozent) fährt pro Saison mehr als zehn Tage Ski.

KUNDENZUFRIEDENHEIT Insgesamt hat sich die Kundenzufriedenheit im Vergleich zu 2006/07 leicht verschlechtert. Verbessert haben sich die Aussagen über Kitzbühel, Grindelwald, Gstaad, Sestrière, Garmisch und Oberstdorf.

Der gesamte Skigebiete-Test steht unter www.mountain-management.com im Internet.

DIE GÜNSTIGSTEN SKIGEBIETE

Preiswerte Heimat: In Oberammergau fährt man für 83 Euro sechs Tage lang Ski.

Es kommt nicht immer auf die Größe an, und deshalb steht Oberammergau mit seinen gemütlichen 25 Pistenkilometern an erster Stelle beim großen Skipass-Preisvergleich des ADAC.
Rund um die Stadt der Passionsspiele fährt man nämlich für sagenhafte 83 Euro sechs Tage lang Ski, und das sind immerhin 50 Euro weniger wie man am Brauneck (34 Kilometer Pisten) oder Sudelfeld (31 Kilometer Pisten) für den Sechs-Tage-Skipass hinblättern muss.

  • Günstig fährt man auch in den Hörnerdörfern im Allgäu (50 Kilometer, 135,50 Euro),
  •  im Berchtesgadener Land (57 Kilometer, 142 Euro),
  • auf der Loferer Alm im Salzburger Land (46 Kilometer, 154 Euro),
  •  im Alpbachtal (52 Kilometer, 160 Euro),
  • auf der Höss-Wurzeralm
  •  in der Pyrhn-Priel-Region (60 Kilometer, 165 Euro),
  • im Skigebiet Dachstein-West (75 Kilometer, 178 Euro),
  • im Murtal in der Steiermark (73 Kilometer, 184 Euro)

Christine Hinkofer

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