Istanbul anregend aufregend

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Die Ortaköy-Moschee im Stadtteil Besiktas - soll im Sommer 2010 in Istanbul im Mittelpunkt des Kulturstadtjahres stehen.

Ein handfester Korruptionsskandal hat die Vorbereitungen Istanbuls auf die Rolle als Kulturhauptstadt monatelang überschattet. Doch nun will sich die türkische Millionen-Metropole als „anregendste Stadt der Welt“ präsentieren.

Istanbul kann dabei auf ein reiches Erbe aus unterschiedlichen Epochen bauen Beispiel für das Verschmelzen der Zivilisationen und hat dabei verschiedene Kulturen, Religionen und Sprachen zu einer dauerhaften Einheit geformt“, so der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan.

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Istanbul hat mindestens zwölf Millionen Einwohner und zieht schon jetzt mit Touristenmagneten wie der Blauen Moschee, der Hagia Sophia und dem Topkapi-Palast sieben Millionen Besucher im Jahr an. Auch die Bewohner Istanbuls sollen ihre Stadt und die Schönheiten nun wiederentdecken, wie der Vorsitzende des Vorbereitungskomitees, Sekib Avdagic sagt.

Aus mehr als 2200 Vorschlägen wurden 451 Projekte bewilligt, darunter Ausstellungen, Tanz, Theater und Konzerte. Außerdem wurden Teile der historischen Gebäude restauriert. Enttäuschung wurde aus den Reihen derjenigen laut, die Istanbul nicht als lebendes Museum, sondern als Stadt im Aufbruch zeigen möchten. Das Vorbereitungskomitee hat in den letzten Monaten von mehreren Seiten Feuer bekommen.

Ein Vorwurf lautet, es seien öffentliche Kassen „geplündert“ worden. „Hauptstadt der Korruption“, schrieb die Tageszeitung „Habertürk“, nachdem ein amtlicher Bericht öffentlich wurde: Der erste Chefplaner des Kulturjahres soll in Personalunion Projekte beantragt, bewertet und bewilligt haben. Er musste zurücktreten. „Hauptstadt des Kitsches“, schrieb ein anderer Kommentator, der sich über Missmanagement und Volkstümelei beklagte. Alles vergessen, alles vorbei. Jetzt wird in Istanbul erst einmal gefeiert.

dpa

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