Deutschlands neue Welterbestätte

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Oberharzer Wasserwirtschaft: Mit dieser Anlage wurde die Entnahme von Betriebswasser aus dem Teich für die Wasserräder der Bergwerke, Pochwerke und Hütten geregelt.

Deutschland hat eine neue Unesco-Welterbestätte: Die Oberharzer Wasserwirtschaft. Das auch unter dem"Oberharzer Wasserregal" bekannte Bauwerk, ist ein Wasserführungssystem aus dem 16. Jahrhundert.

Das Welterbekomitee hatte auf seiner Sitzung auch die Harzer Wasserwirtschaft zum Kulturwelterbe erklärt, ein ausgeklügeltes System kleiner Stauseen, Gräben und Stollen, das den Bergleuten zur Energieerzeugung diente. Dies gilt aber nicht als neue Welterbestätte, sondern als Erweiterung der Welterbestätte “Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar“, die bereits seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört.

Das "Oberharzer Wasserregals" ist insgesamt 600 Kilometer lang. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das von Bergleuten begonnene Wasserführungssystem zum Antrieb von Wasserrädern in Bergwerken benutzt. Insgesamt stehen nun 910 Stätten auf der Unesco-Welterbeliste: 704 Kulturerbestätten und 179 Naturerbestätten.

Deutschlands UNESCO Welterbestätten

Deutschlands UNESCO Welterbestätten

27 Stätten sind sowohl Kultur- als auch Naturerbe. Der Status erleichtert den Zugang zu Fördergeldern und gilt als Touristenmagnet. Außerdem soll dadurch die Erhaltung bedeutender Stätten gewährleistet werden, denn wenn eine Stadt nicht genug dafür tut, kann sie den Status auch wieder verlieren. Nicht immer ist Schönheit das ausschlaggebende Kriterium bei der Vergabe: Es geht auch um die Einzigartigkeit eines Ortes. So gehört in den Niederlanden eine eingepolderte Insel, die jetzt nicht mehr vom Wasser, sondern vom Land umgeben ist, zum Weltkulturerbe.

dpa

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