Afrika für Kinder - Tipps vom Experten

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Afrika-Experte: Dieter Reisenauer kommt zur Reise- und Freizeitmesse Free nach München.

Tiere schauen in freier Wildbahn – ein Urlaubstraum, auch für Kinder. Aber sind Safaris in Afrika überhaupt familientauglich? Wir fragten Nambia-Experte Dieter Reisenauer.

Der gebürtige Fürstenfeldbrucker lebt seit 1996 auf einer Farm in Namibia und organisiert mit seinem Unternehmen Outdoor Adventure auch Familiensafaris.

In Sachen Familie ist Reisenauer Insider. Der 42-Jährige hat schließlich selbst drei Kinder: Falk, Victor und Marlene, die sind zwischen acht und 13 Jahre alt. Zwar sind sie unter der Woche in der Hauptstadt Windhoek im Internat, aber am Wochenende und in den Ferien gibt’s für sie nichts Schöneres, als auf der Kuzikus-Farm am Rande der Wüste Kalahari herumzutoben.

Mindesalter der Afrika-Fans

„Namibia ist ein ideales Land für Afrika-Erstbesucher“, sagt Dieter Reisenauer, der in Emmering bei Fürstenfeldbruck aufgewachsen ist. Das Land sei durchaus auch für Familien geeignet, wobei seiner Meinung das Mindestalter für Kinder, damit sie mit auf Safari genommen werden können, etwa bei acht Jahren liegen müsse.

Wetter und Klima

Wetter und Klima seien in Namibia sehr gut, „von Mai bis November kann man mit 95prozentiger Wahrscheinlichkeit von sonnigem und trockenem Wetter ausgehen“. Tagsüber wird es gut 25 Grad warm, nachts sinkt das Thermometer, in den afrikanischen Wintermonaten Juli und August sogar bis auf den Gefrierpunkt.

Gesundheit

Thema Gesundheit: Weil in Namibia ein trockenes, eher wüstenhaftes Klima herrscht, sei in Namibia nicht mit tropischenKrankheitenzurechnen,„ selbstdie Gefährdung durch Malaria ist nur auf die nördliche Region des Landes beschränkt“, betont Dieter Reisenauer, die Gefährdung sei obendrein je nach Jahreszeit unterschiedlich ausgeprägt. „Zusätzliche Impfungen sind nicht nötig.“ Falls doch mal ein Doktor gebraucht wird: „Die medizinische Versorgung bei uns entspricht europäischem Standard.“

Sicherheit

Auch beim Thema Sicherheit beruhigt der Safari-Veranstalter: „Namibia hat sich im Vergleich zum restlichen Afrika als Musterland entpuppt.“ Zwar würde über einzelne Vorfälle ausführlich in den deutschen Medien berichtet, aber da verweist Dieter Reisenauer auf den Polizeibericht von München: „Da sind schwere Verbrechen an der Tagesordnung.“

Zeitverschiebung - Jetlag

Für die Anreise nach Namibia sei zwar ein neunstündiger Flug notwendig, aber eine Fahrt mit dem Auto an die italienische Riviera im Hochsommer, meint Reisenauer, sei garantiert nervenaufreibender. Da in dem Land im Süden Afrikas gegenüber Deutschland nur eine Stunde Zeitverschiebung herrsche, belaste man den Urlaub nicht mit Jetlag-bedingten Umstellungsschwierigkeiten.

Auf den Familiensafaris, die Dieter Reisenauer anbietet, wird auf die Belange und Wünsche der Kinder Rücksicht genommen. Dazu gehörenmoderate Fahrdistanzen mit den Geländewagen, Kochen am Lagerfeuer, kurze Wanderungen, bei denen oft Badeplätze oder Sanddünen zum Surfen besucht werden. Übernachtet wird dann oft im Zelt – für komfortbewusstere Erwachsene stehen Bungalows als Alternativunterkunft bereit.

Volker Pfau

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