Plätzchen, Stollen, Glühwein: Schlemmer-Lust oder Kalorien-Frust?

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Auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt lauern versteckte Zuckerbomben

Frankfurt – Herrlich: Alle Jahre wieder schieben wir uns über den Weihnachtsmarkt und es duftet nach Zimt, Glühwein und Mandeln. Und bei all diesen verführerischen Köstlichkeiten fällt es schwer, zu widerstehen. Doch leider strotzen die gebrannten Mandeln und süßen Plätzchen geradezu vor Dickmachern.

Eigentlich ist jetzt nicht die beste Zeit, Kalorien zu zählen. Aber es gibt Möglichkeiten, den Ausflug auf den Weihnachtsmarkt gesünder zu gestalten“, weiß Andrea Schauff von der Verbraucherzentrale Hessen. Aber welche Alternativen können empfohlen werden?

In 100 Gramm gebrannten Mandeln stecken beispielsweise satte 50 Gramm Fett. Und mit 580 Kalorien ist das fast eine komplette Mahlzeit. Schauff: „Besser greift man zu gerösteten Maroni. Die haben kaum Fett, keinen Zucker und schlanke 190 Kalorien/100 Gramm.“ Ähnlich verhält es sich mit Plätzchen wie Vanillekipferl, Spekulatius, Spritzgebäck oder Zimtsternen. Schon ein einziges Exemplar dieser Zuckerbomben hat zwischen 50 und 70 Kalorien. Dann lieber 16 ungefüllte Pfeffernüsse – die haben genauso viele Kalorien wie 5 Spekulatius.

Beim Dauerbrenner Glühwein sieht‘s nicht anders aus: In einem Becher des würzigen Gebräus können bis zu neun Stücke Würfelzucker stecken. 100 Milliliter haben zirka 100 Kalorien. Die Alternativen: „Alkoholfreier Früchtepunsch oder man geht zu Ständen, die Apfelwein oder ungesüßten Glühwein anbieten. Den kann man sich dann selbst nachsüßen“, rät Schauff.

Leider lauern aber auch in anderen Leckereien Unmengen von überflüssigen Kalorien, so zum Beispiel im Reibekuchen. Nicht weniger ungesund: Der Christstollen. Mit Marzipan haut ein Stück Stollen richtig rein. Besser: Quarkstollen oder aber ein Bratapfel. Der hat selbst mit Vanillesoße gerade mal 120 Kalorien und nur wenig Fett und Zucker. Und noch ein Tipp von der Fachfrau: „Gehen Sie entweder nicht hungrig auf den Weihnachtsmarkt, oder lassen Sie dafür eine Tagesmahlzeit ausfallen. Dann fällt es Ihnen noch viel leichter, mit den weihnachtlichen Kalorien umzugehen“, sagt Schauff. Denn ein bisschen Naschen muss erlaubt sein.

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