Neues Jahr – neue Regeln: Was 2013 in der Geldbörse landet

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2013 bringt bei den Finanzen viele Änderungen: Diese können sich bei vielen positiv auf den Geldbeutel auswirken. 

Region Rhein-Main – Mit dem Start in das neue Jahr ergeben sich für Verbraucher in vielen Bereichen weitreichende Änderungen. Der EXTRA TIPP hat die wichtigsten Neuerungen zusammengestellt.  Von Fabienne Seibel

Gesundheit und Pflege: Beim Besuch von Arzt und Zahnarzt entfällt ab diesem Jahr die Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal. Der Wegfall dieser Gebühr bedeutet für die Krankenkassen zwei Milliarden Euro weniger Einnahmen im Jahr.

Sozialabgaben: Der gesetzliche Beitrag zur Rente sinkt um 0,7 Prozent, was sich für Arbeitnehmer günstig auf das Portemonnaie auswirkt. Bei einem Bruttoeinkommen von 2000 Euro ergibt sich am Monatsende ein Plus von sieben Euro, bei einem Bruttoeinkommen von 5000 Euro sind es 17,50 Euro. Jedoch steigt dagegen der Beitrag der Pflegeversicherungen um 0,1 Prozent.

Mini-Jobs: Minijobber dürfen ab diesem Jahr mehr verdienen. Die Geringfügigkeitsgrenze wird auf 450 Euro statt den bisherigen 400 Euro monatlich angehoben.

Arbeitssuchende und Sozialhilfeempfänger: Auch die Sozialhilfe und die Grundsicherung im Alter haben sich erhöht. Ein Plus von acht Euro kann ein alleinstehender Erwachsener, der Arbeitslosengeld II bezieht, verbuchen.

Post: Wer künftig Briefe schreiben will, muss dafür ein höheres Porto zahlen als bisher. Der Standardbrief landet ab diesem Jahr für 58 Cent in den Briefkästen.

Elterngeld: Wegen einer geänderten Berechnungsweise gibt es für künftige Eltern weniger Elterngeld. In Zukunft werden einheitlich 21 Prozent für Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abgezogen.

Betreuungsgeld: Dafür jedoch wird es ab dem 1. August erstmals ein Betreuungsgeld geben. Dieses steht Eltern zu, die sich selbst Vollzeit um ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr kümmern und keine Kita in Anspruch nehmen. Zunächst erhalten sie dafür monatlich 100 Euro pro Kind, wobei der Beitrag später auf 150 Euro erhöht werden soll.

Betreuungsplätze: Eltern mit Kindern zwischen einem und drei Jahren können ebenfalls ab dem 1. August auf einen Kita-Platz bestehen, da ab dann ein gesetzlicher Anspruch auf einen Betreuungsplatz besteht. Wer bei seiner Suche nach einem Betreuungsplatz erfolglos bleibt, kann auf Schadenersatz klagen.

Punktesystem: Bis Ende des Jahres soll die Reform der Flensburger Verkehrssünder-Datei in Kraft treten. Dann ist bereits mit maximal acht Punkten in Flensburg der Führerschein weg. Für schwere Verstöße, wie zum Beispiel mehr als 20 Stundenkilometer innerorts zu schnell fahren, gibt es dann hingegen nur noch einen Punkt. Die Geldstrafen für Verkehrsgefährdung sollen noch einmal kräftig erhöht werden. Telefonieren am Steuer wird beispielsweise nun mit 70 statt den bisherigen 40 Euro geahndet.

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