Neuer Fünf-Euro-Schein ist bunter, haltbarer und sicherer

Die Zentralbank schlägt zurück

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Dicker, griffiger, sicherer: Der neue Fünf-Euro-Schein wird ab dem 2. Mai unter das Volk gebracht. 

Frankfurt – Sogar Geldscheine haben ein Haltbarkeitsdatum. Beim Fünf-Euro-Schein ist dieser Zeitpunkt langsam schon überschritten. Er wird ausgetauscht. Am Freitag, 2. Mai, wird eine neue und verbesserte Version Einzug in unsere Brieftaschen nehmen. Von Dirk Beutel

Die Bundesbank hat vergangenes Jahr rund 41.500 falsche Euro-Banknoten registriert. Die Zahl der Fälschungen ist damit gegenüber dem Vorjahr (2011: 39.000) um etwa 6,4 Prozent gestiegen. Rein rechnerisch entfielen damit fünf falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner (der EXTRA TIPP hat berichtet).

Der durch Falschnoten verursachte Schaden erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 2,1 auf 2,2 Millionen Euro. Jetzt aber schlagen die Europäische Zentralbank und die Bundesbank zurück. Und zwar mit einem Fünf-Euro-Schein in neuem Design. Er ist bunter, griffiger, haltbarer und sicherer. Zeit wird es: Der alte Schein ist mittlerweile elf Jahre alt und ist entsprechend auf dem technischen Stand.

Verbeserte Haltbarkeit

Auch im Hinblick auf die Haltbarkeit des Scheins musste die Bundesbank handeln. Verschmutzung, Einrisse – Im Durchschnitt hält die erste Serie etwa ein Jahr. Die Haltbarkeit des neuen Scheins wurde um etwa ein Vierteljahr verbessert.

Dazu kommt, dass die Sicherheitsmechanismen jetzt auf dem neuesten Stand sind: Das Wasserzeichen zeigt jetzt die aus der Mythologie bekannte Figur Europa, die auch als Hologramm am seitlichen Folienstreifen zu finden ist. Besonders auffällig: Kippt man den Schein, wandelt sich die Farbe der Zahl Fünf von tiefblau zu smaragdgrün. „Wir wollen schließlich gegenüber Fälschern eine Nasenlänge voraus sein. Und gerade dieser Farbwandel der Smaragdzahl ist schwer nachzumachen“, sagt Franz Conrads, Leiter des Stabs des Bundesbank-Präsidenten in der Hauptverwaltung in Hessen.

Warum der Fünf-Euro-Schein?

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Aber warum gerade die Fünf-Euro-Banknote? Sie wird oft benutzt, geht durch viele Hände, wird deshalb auch schnell abgenutzt. Deshalb wurde er gleichzeitig auch griffiger gemacht. Neu ist hierbei auch eine Riffelung am Rand: „Die dient natürlich auch als Sicherheitsmerkmal“, sagt Conrads. Dazu kommt, dass die neben der Riffelung seitlich nach oben verlaufenden Euro-Abkürzungen in neun Sprachen sich ebenfalls etwas abheben.

Und weil der neue Schein mit einem Speziallack haltbarer gemacht wurde, fühlt er sich etwas dicker an.

In den nächsten Jahren sollen nach und nach auch die übrigen Banknoten überarbeitet werden. Erhalten bleiben die Motive: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

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