Nacht der Museen: Was Frankfurter nicht verpassen sollten

+
Die ganze Stadt in Bewegung: Dieses Bild wird sich auch am kommenden Samstag wieder zeigen.

Frankfurt – Ein Gläschen Wein trinken vorm Städel, Surreales in der Schirn bestaunen oder einem Wolf im Senckenbergmuseum in die Augen blicken: Die Nacht der Museen in Frankfurt hat am Samstag, 7. Mai, von 19 bis zwei Uhr nachts allerlei Höhepunkte zu bieten. Von Jennifer Dreher

Eine vielleicht etwas gruselige Führung in ein „Freilichtmuseum“ bietet Stadtkenner und Historiker Björn Wissenbach an. Er führt Besucher kostenlos über den Peterskirchhof, der mal ein Friedhof war und unter dessen Erde tausende Tote begraben wurden. Goethes Vater hat dort ein Grabmal. Unweit hat auch Goethes Mutter ihre letzte Ruhe gefunden. Um 20.30 Uhr geht die Führung los. Unbedingt festes Schuhwerk und eine Taschenlampe mitbringen.

Die 48 Museen und Kulturinstitutionen präsentieren begleitend zu ihren Ausstellungen Kurzführungen, Lesungen, Konzerte, Installationen, Performances und vieles mehr.

Eine Nacht voller Highlights, versprechen die Veranstalter: Die Schirn Kunsthalle zeigt die Ausstellung „Surreale Dinge“ und das Liebieghaus verzaubert mit einer barocken Nacht. Das Haus am Dom geht mit der Ausstellung „Abschaffel // Frankfurt 1977“ (Frankfurt liest ein Buch) auf Zeitreise und bietet mit Tony Lakatos Weltklasse-Jazz.

Neu dabei ist die Klassikstadt in Fechenheim, die mit „Chromjuwelen“ die Herzen von Oldtimer-Fans höher schlagen lässt, stilvoll begleitet von der Frankfurter Sängerin Kaye-Ree. In Alt-Sachsenhausen lädt der frisch sanierte Kuhhirtenturm, einst Wohnturm des Komponisten Paul Hindemith, zu Führungen und Livemusik ein, und im Kulturbunker Schmickstraße entfachen Musik-, Kunst- und Kulturakteure ein kreatives, anspruchsvolles Happening. Lyrisch-sinnlich geht es im Archäologischen Garten zu, wo das antagon Theater eine fesselnde Performance bietet, während im Hof des Offenbacher Büsingpalais die Firedancer mit ihrer gefeierten Show „Inspiration“ begeistern. Karten gibt es an den Abendkassen der Museen für zwölf Euro oder über die Hotline S (069) 97460555. Weitere Infos unter http://www.nacht-der-

museen.de.

Kommentare