Liebe, Lust und Grenzerfahrung

Silvi sucht Männerbekanntschaften und lernt dabei aberwitzige Typen kennen. Foto: Alexander DuPrel

Anonymer Sex, Zärtlichkeit im Dunkeln und aberwitzige Männer spülen eine verlassene Frau in ein Chaos aus Liebe, Lust und Grenzerfahrung.

Region Rhein-Main – Silvi wird von ihrem Mann verlassen und damit ist ihre langjährige Ehe gescheitert. Die 47-Jährige steht plötzlich an einem Wendepunkt. Getrieben von innerer Sehnsucht entscheidet sich Silvi für einen Neuanfang. Mit einer Mischung aus Entschlossenheit und Naivität packt sie ihr neues Leben an. Sex, Zärtlichkeit ziemlich seltsame Typen bringen sie in ein emotionales Chaos aus Lust und Liebe – und an ihre Grenzen. Die Suche nach einem neuen Partner wird für die reife Frau zu einer echten Herausforderung.

„Die Flucht vor der Einsamkeit und das Sehnsuchtsempfinden unserer Protagonistin stehen im Vordergrund der filmischen Erzählung. Das Gefühl, etwas Prickelndes verpasst zu haben, ist für Silvi Grund genug, einen Neuanfang zu wagen. Sie will, dass ihr Herz klopft. Silvis Handeln symbolisiert das massenhafte gesellschaftliche Verlangen nach Glück, Liebe und Zuneigung“, beschreibt Regisseur Nico Sommer sein Kinodebüt mit dem kurzen Namen „Silvi“.

Sommer vermischt auf der Leinwand Authentizität und Skurrilität und zieht den Zuschauer in den Bann der teils aberwitzigen Charaktere. Die Improvisation am Set sei ein ausschlaggebendes Mittel, erklärt Sommer. „Die Dreharbeiten waren geprägt von Freiheit, kreativer Energie und Genauigkeit“, sagt der Regisseur. Das Besondere: „Wir hatten formal betrachtet eine Art Drehbuch mit verkürztem Dialog, der als Orientierung diente und am Drehort verändert werden konnte.“ red

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare