Weg mit Kippen und Pfunden â?? Experten sagen, wie es geht!

Aufhören mit dem Rauchen ist wahrscheinlich der am meisten getroffene Vorsatz â?? und wahrscheinlich wird er auch am schnellsten gebrochen.

Denise Jacoby von der Techniker Krankenkasse hat ein paar Ratschläge parat, betont aber auch, dass es die "einzig wahre Aufhör-Methode" nicht gibt.Welchen Weg die Betroffenen einschlagen, hängt vom persönlichen Rauchverhalten ab: Wer vor allem bei Stress zur Zigarette greift, sollte sich mit Entspannungsübungen helfen. Wer fast nur in Gesellschaft raucht, sollte sich Unterstützung in der Gruppe oder gezielt den Kontakt zu Nichtrauchern suchen. Es gibt auch Menschen, die rauchen, um ihr Gewicht zu halten. "Eine bewusste Ernährung und Bewegung sind die bessere Alternative", rät Jacoby.Nach dem Rauchstopp würden die Betroffenen zum Genießer, da ihr Geruchs- und Geschmackssinn explodiert. Plötzlich nehmen sie feinste Nuancen an Wohlgerüchen und kulinarische Köstlichkeiten wahr.Wie abhängig die Betroffenen sind, merken sie schnell nach dem Ausdrücken der letzten Zigarette, wenn der körperliche Entzug mit folgenden Erscheinungen einsetzt: Nervosität, Aggressivität, Schlafstörungen, starkes Rauchverlangen, depressive Stimmung, Angst, Konzentrationsschwäche und/oder Hungergefühl. Diese körperlichen Symptome sind unangenehm, lassen aber bereits nach einigen Tagen nach.Runter mit den Pfunden ist ebenfalls ein Ziel, dass sich viele vornehmen. Zumal über die Feiertage meist ordentlich geschlemmt wurde. "Die Weihnachtspfunde sind â??Fettpfundeâ?? und kommen von den veränderten Essgewohnheiten über die Festtage und zum anderen über zu wenig Bewegung in der kalten Jahreszeit", sagt de Offenbacher Ernährungsberater Dr. René Pietz. Deshalb gehe es darum, Fett abzubauen und nicht nur Gewicht verlieren. "Crash-Diäten, Null-Diät, FDH oder einseitige Verhaltensänderungen wie zwei Wochen Kohlsuppe bringen nicht die gewünschte Fettabnahme, sondern nur Muskel- und Wasserverlust mit dem Jo-Jo-Syndrom", sagt Pietz.Nur dauerhafte Verhaltensänderungen regen den Stoffwechsel an und führen zur Fettverbrennung: Frühstücken macht "Schlank": Studien haben gezeigt, dass Frühstücken den Stoffwechsel anheizt. Frühstücker können dadurch besser Verbrennen. Also morgens ein Müsli mit Obst, zwei Vollkornbrote mit Magerquark und Marmelade oder etwas Herzhaftem. Lieber Hauptmahlzeiten essen und Verbrennungspausen von vier bis sechs Stunden einhalten. Wenn der Körper ständig Snacks, dazu gehört auch Obst, verarbeiten muss, kann er kein Fett verbrennen. Abends weniger Kohlenhydrate. Das bedeutet keinen großen Teller Nudeln oder drei Scheiben Brot. In der Ruhephase der Nacht kann der Körper Kohlenhydrate nicht gut verwerten â?? dies blockiert die Fettverbrennung. Also lieber mageres Fleisch oder Fisch mit Gemüse. Aktivitäten steigern und aerob trainieren, dass bedeutet, Puls nicht über 130 Schläge pro Minute oder immer durch die Nase atmen können, dann wird effektiv Fett im Körper verbrannt. Gut sind Walken, Schwimmen, Radfahren, Laufband und strammes Spazierengehen. Wer starkes Übergewicht und gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterin hat, sollte unbedingt für eine gesunde Diätplanung zum Ernährungsberater gehen. Infos: www.ernaehrungsberatung-drpietz.de.Wer regelmäßig Sport treiben will, der muss den inneren Schweinehund überwinden. Der Offenbacher Fitness-Trainer Steve Neumann hat dafür einen ganz einfachen, aber effektiven Tipp: Ein Foto von der Traumfigur oder einen Zettel mit den sportlichen Herausforderungen an den Kühlschrank kleben. "So wird man jeden Tag erinnert, dass man was machen muss, um das sportliche Ziel zu erreichen", sagt Neumann und ergänzt: "Wer sich Ziele setzt, der erlebt hin und wieder auch Tiefen. Aber das gehört dazu." Wer gar nicht ohne persönlichen Antreiber auskommt, der sollte bei Steve Neumann in der Frankfurter Straße 63 vorbeischauen.

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