Auf Til Schweigers Spuren

Wird Schweighöfer "Tatort"-Kommissar?

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Matthias Schweighöfer ist für den Sachsen-"Tatort" im Gespräch.

München/Leipzig - Matthias Schweighöfer soll der Favorit auf die Nachfolge von Simone Thomalla und Martin Wuttke im Sachsen-"Tatort" sein. Es sind auch weitere Änderungen zu erwarten.

Im Leipziger Kommissariat steht ein personeller Wechsel an. Zweimal stehen Simone Thomalla und Martin Wuttke noch für den Sachsen-"Tatort" vor der Kamera - dann ist Schluss. Der verantwortliche MDR hat Produzenten bereits dazu aufgerufen, Vorschläge für einen Neuanstrich einzureuchen. Die Frist ist verstrichen, 30 Bewerbungen sollen vorliegen. Mit dabei soll auch Schauspieler und Publikumsliebling Matthias Schweighöfer sein. Wie die Bild aus TV-Kreisen erfahren haben will, hat der 33-Jährige bei der ARD-Anstalt ein Konzept für die Neuausrichtung eingereicht.

Wie praktisch, dass Schweighöfer ins Profil passt: Der MDR favorisiert einen Kommissar mit sächsischen Wurzeln. Der Kino-Star wurde zwar in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern geboren, wuchs jedoch in Chemnitz auf. Auch den Wunsch nach jugendaffiner Prominenz würde er erfüllen - seine Film-Erfolge wie "What a man" oder zuletzt "Vaterfreuden" liefern den Beweis. Es würde als bestens neben den Neu-Kommissaren Til Schweiger, Nora Tschirner und Christian Ulmen einreihen.

Der MDR äußerte sich nicht zu der Personalie. "Zum Inhalt der eingereichten Konzepte werden wir uns nicht vor Abschluss des Auswahlprozesses äußern, das heißt, bis die Entscheidung für das beste Konzept - und damit automatisch für den Spielort des Sachsen-"Tatorts" - gefallen ist", sagte eine Sprecherin.

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Auch den Handlungort will der MDR dem Bericht des Blatts zufolge verlegen. Als Favorit gilt demnach das Dreiländer-Eck Sachsen/Polen/Tschechien mit Görlitz und Zittau, um überwiegend Grenzkriminalität zu behandeln. Passend dazu hat die ARD-Anstalt erst kürzlich mit dem Tschechischen Rundfunk einen Kooperationsvertrag geschlossen. Doch auch Dresden und das Erzgebirge mit Annaberg-Buchholz sind nicht aus dem Rennen.

Einen Wechsel könnte es laut Bild auch hinter den Kulissen geben. Die bisherige Produktionsfirma "Saxonia Media" habe sich nicht mehr um die weitere Produktion beworben. Stattdessen sei UFA Fiction (stellt "SOKO Leipzig" für das ZDF her) ein heißer Kandidat.

mg/dpa

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