„Stern TV“: Es ist die 1000. Sendung

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Steffen Hallaschka ist das Gesicht von "Stern TV"

Köln - Am Mittwochabend wird auf RTL die 1000. Sendung von „Stern TV“ ausgestrahlt. Was der heutige Moderator Steffen Hallaschka über die Sendung dachte, als sie an den Start ging:

Das Reportage-Magazin "Stern TV" existiert seit 1990 und wurde bis zum vergangenen Jahr von Günther Jauch moderiert. Mittlerweile ist Steffen Hallaschka das neue Gesicht. Der Wechsel sei offenbar akzeptiert worden, sagte der 40-Jährige in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Köln. Nach wie vor schalteten jedes Mal knapp drei Millionen Zuschauer ein.

Hallaschka sah „Stern TV“ selbst zum ersten Mal, als er noch in Frankfurt studierte. „Damals hab ich gedacht: "Ach guck mal an, jetzt ist der Jauch bei RTL." Da war ich schon überrascht. "Stern TV" ist im selben Jahr gestartet wie "Tutti Frutti". Da stand RTL ja doch noch für ein anderes Programm, da gab's nachts noch diese Lederhosenfilme.“

Hallaschka sieht "Günther Jauch" gerne

„Stern TV“ lief ursprünglich ganz auf einer der sogenannten Drittanbieter-Lizenzen, die große Privatsender für unabhängige Anbieter zur Verfügung stellen müssen. Die Sendung war dann aber so erfolgreich, dass RTL sie ausbaute. Heute ist sie eindreiviertel Stunden lang - eine halbe Stunde davon läuft noch immer in der für andere Anbieter reservierten Sendezeit.

Trotz stabiler Quote hört man im übrigen eher wenig von „Stern TV“ - es ist keine Sendung, über die auf Websites oder Medienseiten regelmäßig berichtet wird. „Ich glaube, es gehört zu dem Verhältnis von Medienjournalisten und "Stern TV", dass die Kollegen uns da häufig unterschätzen - dabei haben wir immer wieder Sendungen mit großem News-Wert“, sagte Hallaschka. „Ich bin da aber nicht gekränkt, wenn es kaum Sekundärberichterstattung gibt.“

Dass Günther Jauch 20 Jahre „Stern TV“-Erfahrung habe, sei seiner Moderation beim Polit-Talk am Sonntagabend in der ARD deutlich anzumerken, meint Hallaschka. „Ich habe den Eindruck, dass Politik noch mal ein gutes Stück vom Podest gehoben wurde und aus diesem abstrakten Berliner Labor in dem Sinne runtergeholt wurde, dass es auch erfahrbar wird.“ Er sehe „Günther Jauch“ jedenfalls gern.

dpa

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