Sat.1 plant mehr Serien und mehr Ken Follett

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Sende- und Empfangsanlage von Sat.1.

München - Sat.1 bewegt sich aus der Krise: Zuletzt hatte der Privatsender großen Erfolg mit historischen Stoffen wie “Die Wanderhure“ und “Die Säulen der Erde“. Auch deutsche Serien, Komödien und Lovestorys brachten gute Quoten.

Klare Sache: Der Münchner Privatsender Sat.1 will noch mehr Mittelalter im Programm haben. Nach dem Erfolg des Romans “Die Wanderhure“ (9,75 Millionen Zuschauer am 5. Oktober) und der bisher guten Bilanz des Vierteilers “Die Säulen der Erde“ (zwischen 6,86 und 8,10 Millionen Zuschauer) denkt Sat.1 über weitere Stoffe aus dem Zeitalter zwischen dem 6. bis 15. Jahrhundert nach.

Joachim Kosack, Film- und Serienchef des Senders, sagte am Donnerstagabend in Hamburg, Sat.1 verhandele derzeit mit Ken Follett, dem Autor des Bestsellers “Die Säulen der Erde“, über den Stoff “Die Tore der Welt“. Auch mit dem Autoren-Duo Iny Lorentz, das “Die Wanderhure“ schrieb, sei ausgemacht, “Die Kastellanin“ zu verfilmen. Auch für den dritten Roman in der Reihe “Die Wanderhure“ habe man eine Option.

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Kosack beabsichtigt, dem Sender künftig wieder das alte Profil zu verleihen. Am Montag sollen zwei Serien hintereinanderlaufen. Derzeit gibt es “Der letzte Bulle“ mit Henning Baum und “Danni Lowinski“ mit Annette Frier als Erstausstrahlungen. Zwei neue Serien sollen dazu kommen, unter anderem eine Geschichte aus dem Genre “Family/Crime“, sagte Kosack. Der Dienstag gehört den Filmen, am Mittwoch will Sat.1 wieder Filmreihen wie einst “Der Bulle von Tölz“ etablieren.

“Mit 20 Drehs und 20 Erstausstrahlungen bleibt Sat.1 auch 2011 einer der größten Auftraggeber für TV-Movies in der deutschen Fernsehlandschaft“, sagte Kosack. Neue Filme seien angedacht, unter anderem ein Kriegsdrama mit Yvonne Catterfeld, auch ein Film über die “Kinder des Tsunami“, die von kriminellen Banden gleich nach der Flutwelle in Thailand aufgegriffen und verkauft wurden - Produzent ist die Firma Teamworx.

Zu den Vorzeige-Produktionen, die im kommenden Jahr zu sehen sein werden, gehört unter anderem das Drama “Marco W. - 247 Tage im türkischen Gefängnis“: Die Geschichte handelt vom Schicksal des heute 20 Jahre alten Marco Weiss aus Uelzen (Niedersachsen), der 2007 als 17-Jähriger rund acht Monate im türkischen Gefängnis verbrachte, weil er sexuelle Kontakte zu einer minderjährigen Engländerin hatte. Sat.1 verfilmte den Fall mit Veronica Ferres, Herbert Knaup und Vladimir Burlakov.

Der Film “Restrisiko“, im September und Oktober 2010 produziert, handelt von einem schweren Störfall in einem deutschen Kernkraftwerk. Ulrike Folkerts, Matthias Koeberlin und Kai Wiesinger wirken in dem Thriller-Drama mit, das unter anderem in einem stillgelegten Atomkraftwerk bei Wien entstand. Annette Frier spielt die Hauptrolle in dem Film “Lichtblau - neues Leben Mexiko“, in dem eine Frau wieder etwas Farbe in ihren grauen Alltag bringen will. Sophie Schütt, Christoph M. Ohrt und Ingo Naujoks spielen in weiteren Filmen die Hauptfiguren.

dpa

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