Der gestiefelte Kater: "Zorro" für die ganze Familie

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Kitty Samtpfote (l.) und der gestiefelte Kater.

„Der gestiefelte Kater“ erzählt die Geschichte des beliebten Shrek-Begleiters und beeindruckt durch seine gelungene Animation. Sehen Sie hier den Kinotrailer und die Filmkritik:

Jetzt hat er es geschafft. Vor sieben Jahren tauchte der gestiefelte Kater im zweiten „Shrek“-Film an der Seite des grünen Titelhelden auf. Und lief dem schwerfälligen Kerl beinahe den Rang ab. Nun hat es der freche Kater, der mit seinem Märchen-Vorbild aus den Zeiten der Gebrüder Grimm oder Wilhelm Tiecks nur noch die Schuhbekleidung gemein hat, zu einem eigenen Film gebracht. Die Geschichte spielt in der Zeit, bevor der Kater mit Shrek zusammentrifft. Man erfährt, warum und wie das Kätzchen in einem spanischen Waisenhaus aufwächst und sich dort mit dem Ei Humpty Alexander Dumpty anfreundet. Zusätzlich sorgen das Ganoven-Ehepaar Jack und Jill, Zauberbohnen, eine Riesengans und ein goldenes Küken für gehörig Aufregung.

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Die Abenteuer des Katers sind deutlich kindgerechter als die „Shrek“-Filme mit ihren vielen Film-Zitaten, Anspielungen und ironischen Bemerkungen. Chris Millers Inszenierung ist eine Art „Zorro“ für die ganze Familie, mit liebenswert-harmlosen Kampfszenen, nicht zu aufregenden Verfolgungsjagden und märchenhaft-fantastischen Elementen.

Antonio Banderas leiht dem Kater im Original seine Stimme, da knistert es richtig vor lauter Coolness. Dagegen ist Benno Fürmann, die deutsche Synchronstimme, mit seinem spanischen Lispeln anfangs recht gewöhnungsbedürftig.

Ansonsten ist „Der gestiefelte Kater“ ein rundum gelungener Trickfilm für kleine und größere Zuschauer, der eine detailgenaue, liebenswerte Animation und sogar überraschend gute 3D-Effekte bietet. Die Bewegungen der Figuren sind fließend, die Gesichtsausdrücke so vielsagend und ausdrucksstark wie sonst nur beim Konkurrenten Disney. Sogar Fell und Wasser, die heute bei Computeranimationen über die Qualität der Machart entscheiden, sind im Detail wie auf großer Fläche hervorragend gelungen. Insgesamt ein witziges romantisches Märchen, das als Parodie auf die klassischen Mantel-und-Degen-Filme genauso gut funktioniert wie als allererster Abenteuerfilm für die Kleinen.

Ulricke Frick

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