Vorsicht

Vorstellungsgespräch: Mit diesen fiesen Fragen werden Sie getestet

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Viele Personler stellen im Vorstellungsgespräch Fragen, mit denen sie insgeheim mehr herausfinden wollen, als Bewerber vermuten.

Fangfragen gehören zu jedem Bewerbungsgespräch. Doch welche fiese Fragen erwarten Bewerber? Und wie beantworten Sie diese am Besten?

Vorstellungsgespräche sind eine heikle Sache: Bewerber wissen nicht, welche fiesen Fragen auf sie zukommen - und das macht viele richtig nervös. Auf einige können sich Bewerber problemlos vorbereiten, etwa auf Fragen zum Lebenslauf oder zum Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben. Doch einige Fragen bezwecken etwas anderes, als Bewerber vermuten. 

Fragen im Vorstellungsgespräch, mit denen Bewerber aufs Glatteis geführt werden

Der Personaler oder zukünftige Chef will Sie mit verzwickten Fragen testen und Dinge über Sie herausfinden, die Sie vielleicht lieber nicht preisgeben wollten. Zu diesen Fragen gehören zum Beispiel: 

  • "Woher wissen Sie, dass Sie einen guten Job gemacht haben?"
  • "Auf welche Leistungen sind Sie besonders stolz und warum?" 
  • "Wie finden Sie es, geführt zu werden?"
  • "Was mochten Sie an Ihrem alten Job am wenigsten?" 
  • "Wie finden Sie mich?"

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Das steckt hinter fiesen Fangfragen im Bewerbungsgespräch

Doch wozu das Ganze? Hinter diesen sogenannte Fangfragen verbirgt sich in der Regel der Wunsch, mehr über den Bewerber zu erfahren, als er selbst verrät: Was treibt den Bewerber an? Was ist seine Motivation? Wie arbeitet er im Alltag? Welche Ziele und Werte vertritt er? 

Die Art, wie sie diese Fragen beantworten, verrät dem Personaler mehr über Sie. Die Antwort auf die Frage "Auf welche Leistungen sind Sie besonders stolz und warum?" verrät zum Beispiel, ob Sie aus eigenem Antrieb handeln oder auf Input von Außen setzen, berichtet Karriere-Experte Jochen Mai in einem Beitrag für Karrierebibel.de

Bewerber, die vor allem aus eigenem Antrieb handeln, fragen sich: "Habe ich alles getan, was in meiner Macht stand?", während nach außen gerichtete Mitarbeiter sich eher an Kunden, Kollegen und den Erfolg für das Unternehmen messen.

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Kann ich Fangfragen "falsch" beantworten?

Die gute Nachricht: Diese Art von Fragen im Vorstellungsgespräch können Sie laut Mai im Grunde nicht falsch beantworten. Denn ob sich Ihre Antwort positiv oder negativ auswirkt, hängt vom Unternehmen, der Position und nicht zuletzt von Kollegen und Chef ab. Schließlich müssen Sie ja auch ins Team und zur Philosophie des Unternehmens passen.

Wichtig sei hier jedoch, dass Sie derartige Fragen

  • spontan
  • ehrlich und
  • kurz 

beantworten. Personaler merken nämlich sehr schnell, wenn Sie sich vorher schon mögliche Antworten überlegen und diese nur noch herunterspulen. Dann könnte Ihnen dies auch als mögliche Lüge ausgelegt werden (Wie Personaler Lügen im Lebenslauf erkennen, erfahren Sie hier). Doch Personaler wollen lieber den wahren Menschen kennen lernen, um so zu sehen, ob er ins Unternehmen passt. Eine lange Antwort birgt außerdem die Gefahr, dass Sie sich um Kopf und Kragen reden. Dann lieber kurz und prägnant die wichtigsten Fakten zusammenfassen.

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Von Andrea Stettner

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