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Gehalt: Wie viel verdient eigentlich eine Arzthelferin?

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Arzthelferinnen übernehmen auch medizinische Aufgaben wie etwa Blutabnahmen oder Impfungen. Doch wie hoch ist ihr Gehalt?

Eine Arzthelferin empfängt Patienten und übernimmt medizinische Aufgaben. Doch wie viel Geld verdient sie dabei? Mehr zum Gehalt erfahren Sie hier.

Arzthelferinnen leisten weit mehr als "nur" Termine zu vereinbaren. Das Job-Profil ist umfangreich und reicht vom Empfang der Patienten, bis hin zu medizinischen Tätigkeiten wie Blutabnahme oder Impfungen. Allerdings ist der Job auch heute noch ein typischer Frauenberuf. Liegt es vielleicht am Gehalt? Wir zeigen, wie viel Arzthelferinnen in Beruf und Ausbildung verdienen.

Gehalt einer Arzthelferin während der Ausbildung

Die Ausbildung zur Arzthelferin heißt seit 1985 offiziell Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten. Sie dauert drei Jahre und findet parallel in Arztpraxis und Berufsschule statt. Währenddessen verdienen sie bereits ein kleines Gehalt, das sich je nach Ausbildungsjahr in etwa wie folgt zusammensetzt:

Ausbildungsjahr

Bruttogehalt

pro Monat

1. Lehrjahr

865 Euro

2. Lehrjahr

910 Euro

3. Lehrjahr

960 Euro

Quelle: Tarifvertrag Verband medizinischer Fachberufe e.V.;
Tarif gültig ab 1. April 2019

Gehalt Arzthelferin: So viel verdient eine medizinische Fachangestellte im Schnitt

Nach der Ausbildung hängt das Gehalt einer Arzthelferin davon ab, ob sie nach Tarif bezahlt wird und ob der Arbeitgeber einer Tarifgemeinschaft angeschlossen ist. 

Laut Entgeltatlas der Arbeitsagentur verdienen Arzthelferinnenim Durchschnitt 2.240 Euro pro Monat. Je nach Region reichen die Gehälter durchschnittlich von 1.842 Euro in Sachsen-Anhalt bis zu 2.353 Euro in Bayern.

Arzthelferin-Gehalt nach TVöD

Wer nach Tarif bezahlt wird, der darf sich jedoch über ein weit höheres Gehalt freuen. Der gängigste Tarifvertrag ist dabei der TVöD, also der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, der Arzthelferinnen in der Entgeltgruppe 5 eingruppiert. Wer schwierigere Aufgaben wahrnimmt, steigt in Entgeltgruppe 6 auf. Je nach Berufserfahrung bzw. Dauer der Beschäftigung werden Arzthelferinnen beim Gehalt außerdem in verschiedene Stufen eingeteilt:

Arzthelferin Gehalt

nach TVöD

Entgeltgruppe 5

Entgeltgruppe 6

Stufe 6

3.045,87 Euro

3.173,47 Euro

Stufe 5

2.985,28 Euro

3.107,94 Euro

Stufe 4

2.873,03 Euro

2.990,93 Euro

Stufe 3

2.748,57 Euro

2.866,46 Euro

Stufe 2

2.630,06 Euro

2.739,94 Euro

Stufe 1

2.445,99 Euro

2.549,58 Euro


Direkt nach der Ausbildung verdient eine Arzthelferin im ersten Berufsjahr demnach rund 2.446 Euro brutto. Nach einem Jahr erfolgt der Aufstieg in Stufe 2, nach fünfzehn Jahren im Beruf erreichen Arzthelferinnen dann die letzte Stufe 6 und verdienen hier bis zu 3.173 Euro brutto im Monat.

Arzthelferin-Gehalt nach dem Tarifvertrag des Verbandes medizinischer Fachberufe

Wer nach dem Tarifvertrag des Verbandes medizinischer Fachberufe bezahlt wird, kann unter den richtigen Voraussetzungen sogar mit einem noch höheren Gehalt rechnen. Hier reicht die Gehaltsspanne bei Leitungs- und Führungsaufgaben bis zu 3.806 Euro brutto ab dem 17. Berufsjahr.

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as

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Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro. 
Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto.  © Lino Mirgeler / dpa
Platz 9: Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto. 
Platz 9: Angehende Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto.  © Peter Steffen / dpa
Platz 8: Fachinformatiker erhalten monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto.
Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen.
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen.
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin.
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin.
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

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