Im Park, der Villa oder hoch oben auf der Burg:

Diese Hochzeitslocations in der Region sind besonders

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Das Schloss Fechenbach in Dieburg ist auch wegen seines sich anschließenden Parks eine beliebte Location für Trauungen.

Region Rhein-Main – Hochzeitspläne, aber noch keine Location für die Trauung? Das sind die Tipps für jene aus dem Rhein-Main-Gebiet, denen das Rathaus für den wichtigsten Tag im Leben zu schlicht ist. Von Jens Dörr 

Die Beurkundung durch das Standesamt macht in Deutschland Paare zu Eheleuten – mit allen rechtlichen Konsequenzen. Wo die standesamtliche Trauung in der Bundesrepublik durchgeführt wird, ist hingegen wenig konsequent geregelt. Längst nicht jeder will sich in der oft schlichten Umgebung des heimischen Rathauses das Ja-Wort geben – was auch nicht sein muss: Im Rhein-Main-Gebiet finden Heiratswillige jede Menge besonderer Orte – mal urig, mal prachtvoll – die sich für den wichtigsten Tag im Leben eignen.

Der EXTRA TIPP hat, fünf Orte ausgewählt, an denen Standesbeamte regelmäßig trauen.

Die Nikolauskapelle in Frankfurt

In Frankfurt gibt es eine Location, die erst einmal für Irritationen sorgt: Schließlich ist eine Kirche nicht der erste Ort, wenn man an standesamtliche Eheschließungen denkt. In der Nikolauskapelle ist genau das aber möglich – ohne dass eine kirchliche Trauung folgen müsste oder Bedingung wäre. „Die Kapelle ist ein altes Gemäuer, einzigartig und speziell“, sagt Sybille Torres von der Saalbau Betriebsgesellschaft, die sich um die Vermarktung des Frankfurter Gotteshauses kümmert. Auch weniger Gläubige, die ausschließlich standesamtlich heirateten, schätzten das Ambiente: „Die Kirchenatmosphäre wird einfach standesamtlich genutzt“, so Torres.

Damit habe auch das Standesamt Frankfurt keine Schwierigkeiten, auch wenn die Möglichkeiten der rein staatlichen Trauung in der aus dem Jahr 1524 stammenden Nikolauskapelle begrenzt seien: Sechs Termine pro Jahr, 2014 letztmals am 19. Dezember, seien für das Standesamt reserviert. In der Kapelle seien zudem auch Feiern möglich – tanzen und Singen bis drei Uhr morgens erlaubt. „Die Leute zeigen in der Kapelle aber großen Respekt“, sagt Torres.

Der Büsing Palais in Offenbach

Zweieinhalb Jahrhunderte jünger als die Nikolauskapelle ist der Büsing Palais in Offenbach. Hier wälzte im Sommer 1775 auch Johann Wolfgang von Goethe seine Gedanken. Längst ist der Stadtpalais aber kein Treffpunkt ausschließlich für die Elite mehr. Die Stadt als Palaisbesitzer vermietet die Räumlichkeiten für Anlässe aller Art, im Innenhof steigen im Sommer Konzerte. Standesamtlich getraut wird im eigens dafür hergerichteten Hochzeitszimmer. Für den Sekt danach sind Vorhof und Büsingpark malerische Orte.

Das Schloss Fechenbach in Dieburg

Das gilt auch – eine Nummer kleiner – für das Schloss Fechenbach in Dieburg mit seinem angrenzenden Fechenbach-Park. Oft nimmt der Bürgermeister in seiner weiteren Funktion als Standesbeamter im Trauungssaal des Schlosses die Eheschließung persönlich vor. Anfang der 2000er Jahre wurde das Schloss für mehrere Millionen Euro saniert und 2007 inklusive eines Museums wiedereröffnet.

Die Burg Veste Otzberg

Nur wenige Kilometer südlich von Dieburg liegt die Veste Otzberg, noch einige Meter über dem weit oben thronenden Ortsteil Hering. Die erstmals 1231 erwähnte Burg ist wegen seines Museums, der umgebenden Wandermöglichkeiten und seines Ausblicks auf die Frankfurter Skyline – ein beliebtes Ausflugsziel. Allerdings nicht nur: Seit fast 20 Jahren ist das Korporalshaus mit seinem Trauzimmer Anlaufstelle Dutzender Verlobter, die im Burghof anschließend das historische Ambiente genießen.

Die Villa Rothschild in Königstein

Als charmanter wie edler Ort für das Ja-Wort vor dem Staat gilt im Raum Taunus unter anderem die Villa Rothschild Kempinski in Königstein, die aus dem späten 18. Jahrhundert stammt. Die standesamtliche Trauung ist hier wahlweise in einem der Salons oder unter freiem Himmel im idyllischen Park möglich. Den knurrenden Magen versorgte hier im Anschluss ein Zwei-Sterne-Koch.

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