Wo gibt es den besten Christbaum?

Dieburg/Otzberg - Der Tannenbaum gehört zu den letzten Produkten, die von der Mehrwertsteuererhöhung eingeholt werden. Doch auch andere Faktoren spielen beim Preisaufschlag von bis zu 30 Prozent im Vergleich zu 2006 eine Rolle.

Wer sich umschaut, findet jedoch günstige Angebote, muss sich jedoch mit Bäumen aus Dänemark zufrieden gebenbr /Landwirt Georg Lutz aus Otzberg sieht den nächsten Tagen gelassen entgegen: "Wir haben unsere Preise für Weihnachtsbäume nicht erhöht. Zwar sind wir nicht die Billigsten, aber auch nicht die Teuersten." Bei Lutz kostet der Meter Nordmanntanne, beliebtester unter den Weihnachtsbäumen, 15, und eine Blaufichte pro Meter zehn Euro. Der Landwirt zieht eigene Kulturen heran, mit dem Vorteil garantiert frisch geschlagener Bäume von schönem Wuchs.br /Das wissen viele Kunden aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet, die dort ihren Baum vorbestellen. Auch will Lutz, wenn die Bäume ausreichend herangewachsen sind, den Selbsteinschlag anbieten.br /Tannenbaumqualität der besonderen Art gibt es auch beim Forstamt Dieburg. In drei Revieren werden Christbaumkulturen ökologisch herangezogen - ohne Chemie, mit reiner Handarbeit in der Pflege. "Wir bieten keinen Selbsteinschlag an. Christbaumverkauf ist bei uns kein Kerngeschäft. Das bindet zu viele Mitarbeiter", erklärt Forstamtsleiter Helmut Seitel. Dennoch veranstaltet das Amt an zwei Tagen einen Christbaumverkauf im Hof der Behörde mit Edeltanne, Blaufichte oder Nordmanntanne.br /Billigangebote gibt es vor allem in Einkaufsmärkten. Im Kaufland in Dieburg kostet die Nordmanntanne ab 11,99 Euro, eine Blaufichte 8,99 Euro, und die kleine Rotfichte sogar nur 2,99 Euro. "Wir haben ähnlich gute Qualität wie Anbieter mit eigenen Kulturen. Klar, die Bäume sind teurer geworden. In Dänemark sind etwa 30 Prozent Anbaufläche weggefallen", heißt es dort.br /Bei Rewe in Groß-Umstadt kostet die Nordmanntanne 17,99 Euro, getopft 11,99 Euro. Von Nachteil: Die Bäume sind zum Teil eingenetzt und der Wuchs für den Käufer so nicht erkennbar. Weitere Gründe für die Preiserhöhung seien fehlende Erntehelfer und weggefallene EU-Subventionen.br /Förster Löwer rät zum Kauf von Bäumen aus der Region: "Importe sind oft schon im Oktober geschlagen und wochenlang im Kühlhaus gelagert worden. Heimische Bäume sind frisch geschlagen und länger haltbar."

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