Schlüssel oder Geburtstage

Sind Sie vergesslich? Warum das ein Zeichen für einen hohen IQ sein kann

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Vergesslich oder dement? Wissenschaftler geben bei leichter Vergesslichkeit Entwarnung.

Geburtstage oder Autoschlüssel: Wer häufig Dinge vergisst, zweifelt an seinem Gedächtnis. Wissenschaftler geben Entwarnung - Vergesslichkeit könnte sogar ein gutes Zeichen sein.

Gehört für viele zum Alltag: Mal wieder den Schlüssel vergessen, ebenso das Handy oder den Geburtstag der guten Freundin. Wer jetzt voller Angst an eine angehende Demenz denkt, der kann beruhigt sein: Forscher kamen jetzt zu dem Ergebnis, dass Vergesslichkeit auch ein Zeichen von Intelligenz sein kann.

Vergesslichkeit als Zeichen von Intelligenz

So fanden Studienleiter der Abteilung für biologische Wissenschaften der University of Toronto einen Zusammenhang zwischen einem schlechtem Gedächtnis und Intelligenz. Schlechte Gedächtnisleistung würde darauf hinweisen, dass das Gehirn in dem Moment mit wichtigeren Dingen beschäftigt ist. Alltägliche und für das Hirn banale Dinge würde es dann vernachlässigen, wie das britische News-Portal Unilad berichtete.

Unser Gehirn verbraucht Energie, um Informationen zu speichern und zu vergessen. Ältere und unwesentliche Informationen verbrauchen dabei Speicherplatz des Gehirns, obwohl wir sie nicht mehr benötigen. Professor Blake Richards von der Universität Toronto sagte Unilad: "Das eigentliche Ziel des Gedächtnisses ist die Optimierung der Entscheidungsfindung. Es ist wichtig, dass das Gehirn irrelevante Details vergisst und sich stattdessen auf das konzentriert, was Entscheidungen in der realen Welt unterstützt."

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Gehirn setzt Prioritäten - doch hinter Vergesslichkeit kann auch Demenz stecken

Um die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen, müsse unser Gedächtnis auch einige Informationen vergessen können, so Richards. Wer 1972 den Stanley Cup gewonnen hat, würde nicht zu den Informationen gehören, die uns weiterbringen.

Wer also nächstes Mal einen Geburtstag vergisst, braucht sich keine Sorgen machen: Das Gehirn priorisiert wahrscheinlich einfach nur und beschäftigt sich in dem Moment mit wichtigeren Dingen.

Wenn Menschen allerdings sehr häufig wichtige Dinge vergessen, könnte das Anzeichen einer Demenz-Erkrankung sein. Dann sollte der Arzt konsultiert werden. Weitere Inhalte der Studie lesen Sie hier.

Mehr zum Thema: Vergesslich oder schon dement? Machen Sie den Uhren-Test.

jg

Sieben Probleme, die intelligente Menschen häufig haben

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Intelligente Menschen langweilen sich schnell im Beruf, verrät Hochbegabten-Coach Detlef Scheer. Deshalb wechseln sie häufig den Job.   © dpa
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Nicht nur der Job langweilt sie schnell - gewöhnlichen Smalltalk finden Intelligente ebenfalls ziemlich ermüdend. Bringen sie aber komplexe Erklärungen ins Gespräch ein, nehmen dies "Normalos" schnell als Besserwisserei war, so Scheer.   © pexels
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Ihr Kollegen bringen Hochintelligente mit ihrem Perfektionismus oft auf die Palme: "Dass der Hochbegabte die Aufgabe im Prozess nicht beendet, ist lästig für Kollegen", meint Scheer, "die denken sich dann, 'Der will uns zeigen, wie doof wir sind.'" Dabei will er nur alles perfekt erledigen.  © pixabay
Obwohl extrem intelligente Menschen leicht einen Job bekommen, wird ihnen oft gekündigt. Denn ohne es zu wollen, ecken sie oft an - weil sie vieles besser wissen und umkrempeln wollen. 
Obwohl extrem intelligente Menschen leicht einen Job bekommen, wird ihnen oft gekündigt. Denn ohne es zu wollen, ecken sie oft an - weil sie vieles besser wissen und umkrempeln wollen.   © iStockphoto / imtmphoto
"Viele Hochbegabte glauben, sie bekommen nichts zustande", verrät Scheer, und sind dabei über die Maßen selbstkritisch. Erfolge spielen sie eher herunter als stolz auf sie zu sein.
"Viele Hochbegabte glauben, sie bekommen nichts zustande", verrät Scheer, und sind dabei über die Maßen selbstkritisch. Erfolge spielen sie eher herunter als stolz auf sie zu sein.  © pexels
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Was viele Intelligente gemeinsam haben: Sie haben jede Menge Interessen, fangen deshalb zum Beispiel viele Studiengänge an und brechen diese wieder ab, weil sie sich nicht für ein Fach entscheiden können. "Die vielen Möglichkeiten führen dazu, dass sie sich häufig verzetteln", weiß Scheer.  © pixabay
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Außerdem erwarten viele Chefs von ihren hochbegabten Angestellten, dass sie Karriere machen. Doch laut einer Untersuchung von Scheer im Jahr 2012 wollen das sehr intelligente Menschen eher weniger - interessante Aufgaben sind ihnen lieber als eine Führungsposition.  © pixabay

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