Studie: Schlafdefizit kaum aufzuholen

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Einmal ausschlafen behebt noch nicht chronischen Schlafmangel.

Schlaf ist extrem wichtig für den Körper. Ob und wie sich die Leistungsfähigkeit mit einer langen Nacht wieder verbessern lässt, haben nun Wissenschaftler in einer Studie erforscht. 

Schlafmangel schmälert die Leistungsfähigkeit in allen Lebensbereichen deutlich. Aber schon eine Nacht ausgiebiger Bettruhe kann ein über mehrere Tage angehäuftes Schlafdefizit deutlich bessern.

Wer allerdings chronisch über längere Zeit wenig schläft, benötigt zur Wiederherstellung der Leistung mehr als eine erholsame Nacht, wie die bislang größte Studie zu diesem Thema zeigt. Darin prüften Schlafmediziner der Universität von Pennsylvania an rund 160 gesunden Erwachsenen, wie sich ein Schlafdefizit beheben lässt. Die Teilnehmer konnten zunächst zwei Nächte ausgiebig ausschlafen.

Danach durften 140 Probanden fünf Nächte lang nur noch für vier Stunden ins Bett. In der folgenden Nacht wurden sie dann per Los auf diverse Gruppen verteilt, die zwischen null und zehn Stunden schlafen durften.

 Am folgenden Morgen absolvierten alle 160 Probanden verschiedene Tests. Schon wenn die Teilnehmer mit Schlafdefizit einmal ausschliefen, stieg ihre Leistung deutlich. Dennoch blieben sie unter den Resultaten jener 20 Personen, die jede Nacht ausreichend Bettruhe fanden. Nur wer zehn Stunden geschlafen hatte, konnte sich mit diesen ausgeschlafenen Personen messen, wie die Forscher in der Zeitschrift “Sleep“ schreiben. “Nach chronischem Schlafmangel haben eine oder zwei zusätzliche Stunden Schlaf deutliche Vorteile für die Wiederherstellung der Aufmerksamkeit“, sagt Studienleiter David Dinges. “Angemessene erholsame Schlafdauer ist wichtig für den Umgang mit der Auswirkung chronischen Schlafmangels auf das Gehirn.“

(Quelle: “Sleep“, Vol. 33, S. 1013-1026)

DAPD

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