Pest-Rätsel entschlüsselt

Tübingen - Das Erbgut des mittelalterlichen Pesterregers ist 650 Jahre nach seiner verheerenden Verbreitung offensichtlich erstmals aus Skeletten rekonstruiert worden.

Einem internationalen Forscherteam sei es gelungen 99 Prozent der DNS einer mittelalterlichen Variante des Pestbakteriums Yersinia pestis zu entschlüsseln, sagte der Tübinger Genetiker Johannes Krause als Mitglied der Forschergruppe am Mittwoch in Tübingen. Mit den Erkenntnissen sei es möglich, die Evolution von Krankheitserregern besser zu verstehen.

Die Wissenschaftler hätten mit der Studie herausgefunden, dass der Peststamm der Vorläufer aller heute noch vorkommenden Pestbakterien sei, sagte Krause. Außerdem hätten sich Pesterreger seit der beispiellosen Epidemie zwischen 1348 und 1353, der etwa 25 Millionen Menschen zum Opfer fielen, kaum verändert.

dapd

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